Minas De Riotinto: Bergbaugeschichte am Río Tinto
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Foto: David Perez via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Bergbaugeschichte
Im Museo Minero werden in 17 Sälen 5.000 Jahre Bergbaugeschichte vermittelt. Das Museum befindet sich im vollständig restaurierten ehemaligen Krankenhaus der Rio Tinto Company Ltd. Das historische Archiv des Parque Minero de Riotinto bewahrt mehr als 5.000 Jahre Bergbaugeschichte. Der Parque Minero de Riotinto ist das wichtigste Ergebnis der Nutzbarmachung des Bergbauerbes. Dieses Bergbauerbe wurde von der Fundación Río Tinto über fast vier Jahrzehnte restauriert. Die sieben Besuchspunkte des Parque Minero de Riotinto erstrecken sich über 500 Hektar in den Gemeinden Minas de Riotinto, Nerva und El Campillo.
Kulturelles Erbe
Die Cuenca Minera de Riotinto-Nerva ist als Zona Patrimonial geschützt. Zu ihr gehören die von englischen Einflüssen geprägten baulichen und städtebaulichen Zeugnisse in Minas de Riotinto. Ebenso umfasst sie die Bergbauviertel und Bergbausiedlungen El Valle, Alto de la Mesa, La Dehesa und Bellavista. Das Barrio Victoriano de Bella Vista wurde 1883 als eigenständiges Viertel errichtet. Es entstand für die wachsende englische Belegschaft. Casa 21 wurde 1885 erbaut. Casa 21 vermittelt Einblicke in die Lebensweise der britischen Gemeinschaft und in deren Freizeitgewohnheiten um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Das Centro de Interpretación Etnológico Matilde Gallardo ist ein Ausstellungszentrum. Anhand verschiedener museografischer Elemente erklärt es die Lebensweise der Bergbaugemeinschaft.
Bahn und Rundgänge
Der Ferrocarril Turístico Minero hat einen Teil der ursprünglichen Strecke wiederhergestellt. Diese Strecke verband ab 1875 die Minen mit dem Hafen von Huelva. Der Ferrocarril Minero führt auf einer Hin- und Rückfahrt an den früheren Bereichen der Erzaufbereitung entlang. Die Fahrt verläuft außerdem an den ehemaligen Bahnanlagen entlang und wird vom Río Tinto und seinen Bergbaulandschaften begleitet. Ein touristischer Rundgang dauert etwa 90 Minuten. Er wird an die Entwicklung der Bergbauarbeiten angepasst. Eine geführte Besichtigung startet am Museo Minero. Zu den besuchbaren Orten gehören La Tierra Roja und El Gran Muro Negro. Dort finden Rundgänge zu Fuß statt. Von der ab 1875 wiederhergestellten Bahnstrecke bis zu den 1883 und 1885 errichteten historischen Bauten reicht der zeitliche Rahmen der Entwicklung des Bergbaus in Minas de Riotinto über mehrere Jahrzehnte hinweg zurück.
Weitere Orte
Weitere Orte entdecken Sie über folgende Links: El Granado, Villalba Del Alcor, Bollullos Par Del Condado, Punta Umbría, Villablanca, Valdelarco, Encinasola und Hinojales.
Landschaft am Río Tinto
Corta Atalaya ist ein Tagebau mit einem elliptischen Krater. An der breitesten Stelle misst der Krater mehr als 1.200 Meter. An der schmalsten Stelle sind es 900 Meter; seine Tiefe beträgt 365 Meter. Der Río Tinto hat rotes, stark saures Wasser. Der pH-Wert dieses Wassers liegt bei 2,2. Im Río Tinto leben Mikroorganismen. Sie ernähren sich von Mineralien und sind an extreme Bedingungen angepasst.
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