La Carolina: Sierra Morena, Naturpark und Stadtgeschichte

File:La Carolina, en Jaén (España).jpg File:La Carolina, en Jaén (España).jpg Foto: Luis Rogelio HM via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Natur

La Carolina liegt am Fuß der Sierra Morena und an den Grenzen des Naturparks Despeñaperros. Ein Teil des Gemeindegebiets von La Carolina liegt in diesem Naturpark. Zur Landschaft gehören schroffe Berge und weitläufige Dehesas, in denen sich Greifvögel beobachten lassen.

Anreise

Am Eingang Andalusiens liegt La Carolina am Pass von Despeñaperros. Unmittelbar an der Autobahn A-IV E5 ist der Ort über die Ausfahrten 266, 268 und 270 erreichbar. Die drei Ausfahrten sind mit Nord, Zentrum und Süd bezeichnet.

La Carolina verfügt über einen Busbahnhof und regelmäßige Verbindungen. Dazu zählt die Strecke Madrid–Córdoba–Sevilla; innerprovinziale Linien führen nach Jaén, Linares, Bailén, Úbeda und Baeza.

Die drei nummerierten Ausfahrten bündeln damit die Zufahrten nach Nord, Zentrum und Süd, während der Busbahnhof die genannten überregionalen und innerprovinzialen Linien zusammenführt.

Kultur und Geschichte

Die Kirche der Unbefleckten Empfängnis entstand als Kirche des Karmeliterinnenklosters La Peñuela. Später wurde sie zur Pfarrkirche der neu entstandenen Bevölkerung erweitert.

Mit dieser Erweiterung veränderte sich die Funktion des ursprünglich klösterlichen Bauwerks innerhalb der neu entstandenen Bevölkerung, während der Palacio del Intendente Olavide als Residenzbau aus einer späteren Phase der Ortsgeschichte stammt.

Der Palacio del Intendente Olavide wurde 1775 im neoklassizistischen Stil als Residenz von Pedro Olavide erbaut.

In den Palacio del Intendente Olavide ist das Museo de La Carolina integriert. Das Museum bietet Möglichkeiten, die Kultur, Geschichte und Erforschung der Stadt kennenzulernen. Es zeichnet die Geschichte des Gebiets chronologisch nach.

Die zeitliche Darstellung beginnt bei den ersten menschlichen Spuren aus dem Paläolithikum und reicht bis nahezu zur Gegenwart. Hervorgehoben werden der hispano-römische Bergbau sowie die Entstehung und Entwicklung der Neuen Siedlungen als Kolonisationsprojekt Karls III. Auch die intensive moderne Bergbautätigkeit gehört zu den behandelten Themen; sie endete Ende des vergangenen Jahrhunderts.

Die chronologische Folge verbindet dabei frühe Siedlungsspuren mit den Bergbauphasen und der Geschichte der Neuen Siedlungen, ohne die moderne Bergbautätigkeit über ihr Ende hinaus fortzuschreiben.

Die Torres de la Aduana sind neoklassizistische Zolltürme. Sie stammen aus dem 18. Jahrhundert und wurden 1792 versetzt, um den nördlichen Eingang der Stadt zu schützen.

Das Castillo de Navas de Tolosa ist eine kleine Höhenbefestigung. Zu der Anlage gehören ein ummauertes Areal und ein sechseckiger Turm.

Das Castillo gehörte zu den Festungen, die zum Schutz des Puerto del Muradal errichtet wurden. Im Juli 1212 wurde es im Zusammenhang mit der Schlacht von Navas de Tolosa von kastilischen Truppen eingenommen.

So stehen bei den historischen Bauwerken unterschiedliche Funktionen nebeneinander: Die Torres de la Aduana bezogen sich auf den nördlichen Stadteingang, das Castillo de Navas de Tolosa auf den Schutz des Puerto del Muradal.

Feste

Die Fiestas de la Fundación finden vom 3. bis 5. Juli statt. Sie umfassen unter anderem die Verlesung des Fuero sowie eine Ehrung des Kolonisten.

Weitere Orte

Weitere Orte auf derselben Ebene sind Jimena, Canena, Navas de San Juan, Hornos, El Parralejo, Friar, Bedmar und Villacarrillo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jaen.

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