Lopera: Burg, Kirchen und lebendige Traditionen
File:Ayuntamiento de Lopera, Lopera, 20 July 2016.JPG
Foto: Kolforn via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Das Castillo de Lopera besteht aus zwei Anlagen: einem äußeren, ummauerten Bereich und einer inneren Burg-Palast-Anlage mit zwei großen Türmen, die durch zwei Wehrmauern verbunden sind. Der Eintritt in das Castillo umfasst eine Führung durch das Innere, das Stadtinterpretationszentrum und den Waffenhof.
Kultur und Geschichte
Die Iglesia de la Purísima Concepción ist ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert im spätgotischen Stil und besitzt ein flamíngotisches beziehungsweise isabellinisch-gotisches Portal. In der Kirche befindet sich ein Renaissancegrabmal der Purísima von Juan de Reolid aus dem Jahr 1547.
Nach der kastilischen Eroberung wurde Lopera 1240–1241 dem Militärorden von Calatrava übergeben. Die Festung spielte bei der kastilischen Expansion durch die Campiña von Jaén im 13. und 14. Jahrhundert eine wichtige Rolle als Grenzfestung.
Die Casa de la Tercia in Lopera wurde als Pósito testamentarisch von Gómez Manrique gestiftet. Das Gebäude wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet und ist durch einen unterirdischen, in den 1960er-Jahren ausgehobenen Gang mit dem Castillo de Lopera verbunden. Ihr Obergeschoss dient verschiedenen kulturellen Veranstaltungen und beherbergt das Museo de Pedro Monje.
Die Ermita de San Roque ist eine barocke Kapelle aus dem 16. Jahrhundert. Zu ihrer Ausstattung gehören unter anderem ein Sagrado Corazón und eine Darstellung der Virgen del Amor Hermoso. Die Bodegas Herruzo gelten als lebendiges Museum des handwerklichen Arbeitens.
In Lopera sind Zeugnisse des Spanischen Bürgerkriegs erhalten, darunter Maschinengewehrnester, republikanische Schützengräben, ein Panzerabwehrfort, Keller und Höhlen, die als Luftschutzräume genutzt wurden. Die elf Cuevas Refugio am Ortseingang wurden während des Spanischen Bürgerkriegs als Schutzräume genutzt und stammen aus dem Jahr 1828.
Feste und Bräuche
Lopera feiert jedes Jahr am 8. Dezember ein feierliches Fest zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis, der Inmaculada Concepción. La Candelaria wird mit traditionellen Freudenfeuern in der Nacht des 1. Februar begangen.
Die Romería de San Isidro umfasst eine Prozession mit Festwagen und Pferden, die an der Ermita de San Isidro endet. Die Feria y Fiestas de los Cristos schließt Prozessionen des Cristo de la Vera-cruz und des Cristo del Humilladero ein.
Die San-Roque-Festlichkeiten umfassen am 14. August eine Abendveranstaltung und am 16. August eine Prozession mit gesegneten Brotringen. Bei der Prozession am Día de Jesús am 14. September werden die Straßen in der Nacht zuvor mit Teppichen aus farbigem Papier und Sägemehl geschmückt.
Bei der Fronleichnamsprozession werden die Fassaden entlang des Prozessionswegs geschmückt und auf den Straßen Matten aus Binsen ausgelegt. Zu Weihnachten werden einige Nacimientos und Belenes öffentlich ausgestellt und können besichtigt werden.
Der Karneval in Lopera bewahrt die Tradition der Cascarones: Ausgehöhlte Eier werden mit buntem Papier, Asche oder Mehl gefüllt und für Streiche verwendet. Los Mayos sind dekorierte Holzkonstruktionen, die bei Prozessionen durch die Straßen getragen und zu Geburtstagen oder Namenstagen überbracht werden.
Die Historische Nachstellung der Schlacht von Lopera findet im April statt und verbindet Geschichte, Kultur, Tourismus und Erinnerung.
Landschaft und lokale Küche
Das Paraje del Pilar Nuevo liegt weniger als einen Kilometer von Lopera entfernt und umfasst eine baumbestandene Wiese, eine Viehtränke aus dem Jahr 1875 sowie die Ermita de San Isidro Labrador. Das sanft hügelige Gelände von Lopera eignet sich für Wanderwege in unmittelbarem Kontakt mit der Natur.
Zu den bis heute gepflegten traditionellen Handwerken gehören die Herstellung von Stühlen und die Holzdrechslerei; verwendet werden unter anderem Buchen- und Kastanienholz. Trigo Pelao ist ein traditionelles Gericht aus Lopera, bei dem Gemüse aus dem Garten mit Sardellen, Venusmuscheln und Weizenkörnern kombiniert wird. Zu den traditionellen Speisen an Allerheiligen und Allerseelen gehören Gachas mit Tostones und Anis.
Weitere Orte
Weitere Orte: Las Escuelas, Escañuela, Torreperogil, Ventas del Carrizal, Baños De La Encina, Cazalilla, Arjona, Mengibar
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