Parauta zwischen Sierra, Dorfkultur und Natur
File:Sociedad Cooperativa de Castañas Genal, Parauta, Málaga Province, Andalucía, Spain (23502930811).jpg
Foto: Spencer Means from New York City, USA via Source, CC BY-SA 2.0
Natur
Die Landschaft um Parauta verbindet graue Hügel der Sierra mit grünen spanischen Tannen, Kiefern, Kastanienbäumen, Steineichen und Olivenbäumen. Im Gemeindegebiet von Parauta liegt am Wanderweg Conejeras im Naturpark Sierra de las Nieves der Aussichtspunkt El Encinar. Von dort fällt der Blick auf einen besonders gut erhaltenen Steineichenwald. Quejigos und verstreut stehende spanische Tannen durchsetzen diesen Wald und geben dem Aussichtspunkt seine charakteristische Waldansicht. Im Zusammenspiel von grauen Hügeln, bewaldeten Bereichen und grünen spanischen Tannen bleibt der Wechsel zwischen offener Sierra und Waldlandschaft erkennbar. Die genannten Baumarten erscheinen dabei in unterschiedlichen Landschaftszusammenhängen: Oliven- und Kastanienbäume begleiten den Weg, während Steineichenwald, Quejigos und spanische Tannen die Aussicht am El Encinar bestimmen. So gehören offene Hügelflächen und dicht bewaldete Bereiche gemeinsam zum beschriebenen Landschaftsbild von Parauta.
Wandern und Radfahren
Der PR-A 226 ist ein homologierter Wanderweg. Als lineare Strecke führt er von Parauta nach Igualeja. Die einfache Strecke misst 4 km. Für diese Richtung beträgt die geschätzte Gehzeit 1 Stunde und 30 Minuten. Der Weg beginnt im Bereich der Calle Calvario in Parauta. Sein Zugang ist zu Fuß und mit dem Fahrrad möglich. Von Parauta verläuft die Route zunächst zwischen Olivenbäumen und Kastanienbäumen. Anschließend führt sie durch einen Kastanienwald. Die Angabe von vier Kilometern und einer Gehzeit von 1 Stunde und 30 Minuten bezieht sich auf die einfache Strecke von Parauta nach Igualeja. Der Wechsel von den Oliven- und Kastanienbäumen in den Kastanienwald beschreibt dabei die Abfolge des Weges, dessen Ausgangspunkt im Bereich der Calle Calvario liegt.
Ortsbild und Geschichte
Der Ortskern von Parauta weist einen typischen maurischen Grundriss auf. Zu ihm gehören gepflasterte, enge und steile Straßen. Die Häuser sind weiß gekalkt. Die Iglesia de la Inmaculada Concepción wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Die Kirche besitzt einen Mudéjar-Turm. Dieser Turm hat zwei Rundbögen und zwei Glocken. Eine weitere Verbindung zur örtlichen Geschichte bildet die Espartoverarbeitung, die besonders mit der Handwerkstradition von Parauta verbunden ist. Die Kirche ergänzt dieses Ortsbild um einen klar datierten historischen Bau mit einem eigenständigen Turm. Damit stehen im Ortskern bauliche Merkmale des maurischen Grundrisses neben einem Kirchenbau aus dem 16. Jahrhundert und der örtlichen Tradition der Espartoverarbeitung.
Feste und Entdeckungen
Jedes Jahr findet in Parauta das Kaninchenfest statt. Bei diesem Fest teilen Einheimische zubereitete Gerichte kostenlos. Zum Programm gehören Verdiales-Darbietungen und Flamenco. Außerdem werden traditionelle Süßspeisen und Backwaren verkostet. Das Kaninchenfest wurde zum Fest von provinzialem touristischem Interesse erklärt. Der Bosque Encantado de Parauta ist eine familiengeeignete Attraktion des örtlichen Künstlers Diego Guerrero. Zu den dortigen Schnitzereien gehören Bäume, Häuser, Zauberer, Wunschbrunnen und Feen. Das Fest verbindet dabei die kostenlose Weitergabe zubereiteter Gerichte mit Darbietungen und Verkostungen, während der Bosque Encantado mit seinen Schnitzereien einen eigenen künstlerischen Bezug zu Parauta besitzt.
Weitere Orte in Andalusien: Totalán, Carratraca, Ronda, Riogordo, Estepona, Alhaurin El Grande, Caleta De Vélez, Alozaina
Küche
Zur traditionellen Küche von Parauta gehören Gazpacho, Olla, Sopa Hervida und Sopa de Tomate.
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