Serrato: GR-7, Quellen und andalusische Kultur
Der Sendero GR-7 verläuft zwischen Serrato und Ardales. Er ist als Fernwanderweg homologiert. Weiße und rote Wegzeichen markieren seinen Verlauf. Die Landschaft am GR-7 umfasst Getreideanbau und Olivenanbau. Zu ihr gehören außerdem Kiefernwald, das Tal und die Ufer des Río Turón. Damit treffen auf diesem Abschnitt landwirtschaftlich geprägte Flächen, bewaldete Bereiche und die Gewässerlandschaft des Río Turón aufeinander.
Natur und Wege
Der Almorchón liegt südlich von Serrato und heißt auch Cerro de las Peleas. Seine Höhe beträgt 986 Meter. Alte Steineichen und Kiefernwälder umgeben den Almorchón. Die Bezeichnung verweist dabei auf denselben Berg südlich des Ortes, dessen Landschaft durch diese Baumarten geprägt ist.
Die Sierra de la Cueva wird von den Gemeinden Serrato und Cuevas del Becerro geteilt. Sie besteht aus Kalkstein. Buschland und Weideland bedecken den Kalkstein; einzelne Steineichen stehen darin. So stehen in diesem Gebiet der geologische Untergrund, die offene Nutzung als Weideland und die verstreut wachsenden Bäume unmittelbar nebeneinander.
Berge und Wasser
Der Grundwasserleiter von Cañamero liegt in der näheren Umgebung von Serrato. Er trägt zur Entstehung des Flusses Guadalteba bei. Auch zur Entstehung des Bachs Barranco trägt er bei. Während der Regenzeit können sich dort Quellen bilden. Ebenso können dort Wasserfälle entstehen. Die Wasserlandschaft ist damit an den Grundwasserleiter und zugleich an die jahreszeitlichen Niederschläge gebunden.
Am Eingang zum Ortskern von Serrato befindet sich die Fuente de Cañamero. Sie besitzt drei Becken. Diese Becken sind kaskadenförmig angeordnet und aus Steinen der Umgebung gebaut. Ihre Lage am Ortseingang und die gestufte Anlage verbinden die Quelle mit einem markanten Element des Ortsbilds.
Die Fuente del Caño versorgte die Einwohner der Gemeinde Serrato früher mit Wasser. Überschüssiges Wasser dieser Quelle wird in die Tränke Abrevadero de la Fuente del Caño am Ortseingang von Serrato geleitet.
Kultur und Geschichte
Das Werk „Cabeza de Baco en bronce“ im Museo de Málaga stammt aus dem Cortijo de los Villares in Serrato. Die Arbeit ist aus Bronze. Trauben sind darin bacchische Attribute der dargestellten Figur. Auch Blätter gehören zu diesen Attributen. Das Werk verbindet damit einen Fundort in Serrato mit seiner heutigen Aufbewahrung im Museo de Málaga und den genannten Bildmotiven.
„Día de la vieja“ ist in Serrato eine Tradition des immateriellen Kulturerbes Andalusiens.
Die Iglesia de Nuestra Señora del Rosario wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Der Bau erfolgte nach der christlichen Rückeroberung der Orte in der Serranía. Die letzte Renovierung der Iglesia de Nuestra Señora del Rosario erfolgte 2009. Das Gebäude trägt damit sowohl die Prägung seiner Entstehungszeit als auch die Spur einer späteren Renovierung.
Die Touristeninformation von Serrato befindet sich im Rathaus.
Handwerk und Küche
Mit Serrato verbundene traditionelle Handwerke umfassen Espartoflechterei und Korbflechterei. Beide genannten Handwerke arbeiten mit Flechttechniken und gehören zum überlieferten lokalen Handwerksbezug des Ortes.
Zu den lokalen Gerichten von Serrato zählen Tortilla de espárragos, Olla de tagarninas und Sopa hervida. Als süße Spezialitäten von Serrato gelten Roscos de vino und Roscos de naranja. Hinzu kommen Tortas de azúcar y almendra sowie gefüllte Empanadillas. Die Küche umfasst damit sowohl herzhafte Gerichte als auch eine Reihe namentlich überlieferter süßer Gebäcke.
Weitere Orte: Rincón De La Victoria, Cártama, Ronda, Arroyo Coche, Canillas De Aceituno, Parchite, Los Morales, Mijas.
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