Torrox-Costa: Strand, Küste und römische Geschichte
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Foto: Spanien-Portal via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Römische Geschichte am Faro
Am Faro de Torrox liegt eine römische Siedlung, die mit der an der Küstenstraße gelegenen Mansio Caviclum identifiziert wird. Die Mansio ist im Itinerarium Antonini überliefert. Am Meer befand sich außerdem die Villa Romana Caviclum. Zu ihr gehörte eine Pökelfischfabrik, die später als Nekropole wiederverwendet wurde. Ebenfalls zur Villa gehörten Thermen und ein Töpferkomplex zur Herstellung von Amphoren. So stehen am Faro mehrere unterschiedliche Bereiche des römischen Zusammenhangs nebeneinander: Siedlung, Verkehrsweg, Wohnanlage, Verarbeitung, Badekultur und Keramikproduktion.
Die Verbindung von Siedlung und Mansio ordnet den Fundplatz zugleich an der Küstenstraße ein. Die Villa Romana Caviclum steht daneben für einen anderen Bereich des römischen Ortes: Hier werden Verarbeitung, Baden und Keramikherstellung durch die Pökelfischfabrik, die Thermen und den Töpferkomplex sichtbar. Die spätere Nutzung der Fabrik als Nekropole zeigt zudem, dass dieser Teil der Anlage im Lauf der Zeit eine weitere Funktion erhielt. Die Amphorenproduktion benennt dabei einen eigenen handwerklichen Bereich innerhalb des Villa-Zusammenhangs.
Playa de Ferrara
Die Playa de Ferrara liegt in Torrox Costa und damit im Gemeindegebiet von Torrox. Das Wasser ist ruhig, der Strand ausgedehnt und gut ausgestattet. Sein Charakter gilt als familienfreundlich. Die Küste verbindet hier eine große Strandfläche mit den konkreten Merkmalen des Wassers und der vorhandenen Ausstattung.
Ruhiges Wasser und die ausgedehnte Strandfläche beschreiben dabei zwei unterschiedliche Seiten der Playa de Ferrara: die Beschaffenheit des Wassers und den räumlichen Charakter des Strandes. Die vorhandene Ausstattung ergänzt diese Merkmale, während der familienfreundliche Charakter den Strand als weiteres eigenständiges Merkmal kennzeichnet.
Küstenwege zwischen Torrox Costa und Nerja
Die vierte Etappe des GR-249 verläuft zwischen Torrox Costa und Nerja. An ihren anfänglichen und abschließenden Abschnitten führt die Route am Strand oder entlang der felsigen Küste. Dadurch umfasst die Streckenbeschreibung unterschiedliche Küstenformen: Strandbereiche stehen neben Abschnitten an der Felsküste. Die Verbindung der beiden Orte bleibt dabei an die vierte Etappe des GR-249 gebunden.
Für diese Etappe sind damit sowohl die beiden verbundenen Orte als auch die Küstenformen an ihren Anfangs- und Schlussabschnitten festgehalten. Strand und Felsküste erscheinen nicht als allgemeine Bezeichnung der gesamten Strecke, sondern als Merkmale der ausdrücklich genannten Abschnitte.
Ausblicke und römische Ruinen
Das Balcón Mirador del faro de Torrox bietet Ausblicke auf das Mittelmeer und die Berge. Ein transparenter Boden eröffnet dort zusätzlich den Blick auf römische Ruinen. Der Aussichtspunkt verbindet damit das Panorama der Küstenlandschaft mit einem unmittelbaren Blick auf die archäologischen Überreste.
Der Aussichtspunkt verknüpft zwei Blickrichtungen an demselben Ort: den weiten Blick über das Mittelmeer und die Berge sowie den nach unten gerichteten Blick auf die römischen Überreste. Der transparente Boden macht diese zweite Sicht ausdrücklich zum Bestandteil des Miradors.
Ergänzend können Sie El Morche aufrufen.
Der Faro de Torrox
Der Leuchtturm Faro de Torrox wurde erstmals 1864 in Betrieb genommen. Er ist der einzige öffentlich genutzte Leuchtturm und wurde der Gemeinde für eine kulturelle Nutzung überlassen. Seine Geschichte verbindet damit den Beginn der Inbetriebnahme im Jahr 1864 mit der heutigen öffentlichen und kulturellen Bestimmung.
Die Jahreszahl 1864 markiert den Beginn seines Betriebs, während die heutige Funktion durch die öffentliche Nutzung und die Überlassung an die Gemeinde für kulturelle Zwecke bestimmt wird. Am Faro stehen damit ein historischer Betriebsbeginn und eine spätere kulturelle Bestimmung nebeneinander.
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