Almayate Alto: Archäologie und Kulturerbe landeinwärts von Almayate

Kultur und Archäologie

Das Despoblado de Almayate Alto ist eine archäologische Stätte mit einer mittelalterlichen Alquería. Von dieser archäologischen Stätte ist oberirdisch nur ein Element sichtbar: die Überreste eines Turms. Die Torre de la Alquería de Almayate ist stark verfallen, bleibt innerhalb der archäologischen Stätte der nasridischen Alquería von Almayate jedoch eindeutig erkennbar. Als Bauwerk ist die Torre de la Alquería de Almayate ein Wehr- und Wachturm aus der Nasridenzeit. Sie stammt aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Damit konzentriert sich das sichtbare bauliche Zeugnis auf einen einzelnen, klar bestimmbaren Rest der früheren Siedlung. Seine Funktion als Wehr- und Wachturm verbindet den erhaltenen Bauteil mit der Geschichte der nasridischen Alquería, auch wenn der Turm selbst stark verfallen ist.

Landschaft

Almayate Alto ist der landeinwärts gelegene, weit verstreute Siedlungsbereich von Almayate. Um die Ermita Alta ist dieser Siedlungsbereich gegliedert. Das Despoblado de Almayate Alto liegt in einer hügeligen Landschaft mit teilweise steilen Hängen und starker Erosion. Der mit Almayate Alto verbundene Steinbruch besteht aus kalkhaltigem Sandstein. Das Siedlungsbild und die Landschaft gehören dabei eng zusammen: Der Bereich ist nicht kompakt angelegt, sondern weit verstreut und durch die Ermita Alta gegliedert. Die Hänge und die Erosion prägen den räumlichen Eindruck der archäologischen Stätte, während der kalkhaltige Sandstein einen eigenen geologischen Bezugspunkt innerhalb der Ortsgeschichte bildet.

Kultur

Die Ermita de la Inmaculada Concepción in Almayate Alto ist eine schlichte Kapelle. Ihr Eingangsbereich ist streng gestaltet. Zur Kapelle gehören ein Pultdach und ein kleiner Glockengiebel. Als Kulturgut ist die Ermita de la Inmaculada Concepción neuzeitlich-zeitgenössisch eingestuft und der Schutzstufe 1 zugeordnet. Die Noria de Almayate Alto ist als zeitgenössisches Kulturgut der Schutzstufe 2 eingestuft. Die Kapelle zeigt ihre Gestaltung in wenigen, deutlich benennbaren Bauteilen: im strengen Eingangsbereich, im Pultdach und im kleinen Glockengiebel. Neben diesem Sakralbau gehört auch die Noria zum dokumentierten Kulturerbe von Almayate Alto, allerdings mit einer anderen Schutzstufe.

Geschichte

Die erste bekannte Nutzung des Steinbruchs von Almayate Alto umfasste eine mozarabische Felskirche. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Steinbruch wieder genutzt. Die erneute Nutzung diente dazu, Stein zu liefern. Bestimmt war dieses Material für den einzigen Turm der Kathedrale von Málaga. Die Geschichte des Steinbruchs umfasst damit zwei zeitlich getrennte Nutzungsphasen. Zuerst gehörte eine mozarabische Felskirche zu seiner bekannten Nutzung; später wurde der Abbau erneut aufgenommen und mit einem konkreten Bauvorhaben in Málaga verbunden. Der kalkhaltige Sandstein steht so zugleich für die Beschaffenheit des Ortes und für seine historische Verwendung als Baumaterial.

Weihnachten

Jedes Jahr zu Weihnachten inszenieren die Einwohner von Almayate Ende Dezember ein lebendiges Krippenspiel. Schauplatz ist das Colegio Público „Juan Paniagua“. Die Tradition ist an einen festen Zeitraum und einen benannten Veranstaltungsort gebunden. Ende Dezember wird das Schulgebäude damit zum Schauplatz einer jährlich wiederkehrenden Darstellung, die von den Einwohnern von Almayate inszeniert wird.

Weitere Orte

Weitere Orte sind Mezquitilla, Benajarafe, Chilches, Torre Del Mar, Trapiche und Almayate.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vélez-Málaga.

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