Sanlúcar de Barrameda: Manzanilla, Strand und Doñana

Sanlúcar de Barrameda Brunnen in Sanlúcar de Barrameda.

Die Stadt Sanlúcar de Barrameda hat rund 64.000 Einwohner und liegt an der Mündung des großen Flusses Rio Guadalquivir in den Atlantik. Sanclucar ist eine typisch andalusische Stadt, die nicht sehr stark vom Tourismus geprägt ist.

Dem Hafen der Stadt kommt eine sehr große Bedeutung in der Geschichte zu, denn von hier aus starteten große Expeditionen unter der Leitung von Magellan oder Columbus. Die Menschen in Sanlúcar leben hauptsächlich vom Fischfang und vom Weinbau. Auch hier wird der berühmte andalusische Sherry hergestellt.

Die Stadt ist sehr malerisch mit vielen schönen Villen und zahlreichen Häusern im maurischen Stil. Sehenswert sind auch die Sakralbauten der Stadt, die maurischen Paläste und die alte Stierkampfarena der Stadt. Besonders hübsch ist der Hauptplatz im Stadtzentrum, der von zahlreichen guten Restaurants, gemütlichen Cafés und schönen Palmen gesäumt ist. Interessant ist ebenfalls die Santiago-Burg aus dem 15. Jahrhundert. Der ehemalige Palast der Infanten von Orleans und Bourbon wird heute für die Sitzungen des Stadtrats genutzt.

Auf der anderen Seite des Guadalquivirs befindet sich der wunderschöne Nationalpark Coto de Donana, den man auch mit dem Schiff von Sanlúcar aus erreichen kann. In Sanlúcar gibt es einen großen Markt, auf dem es alles Mögliche zu kaufen gibt. Wenn man in der Stadt ist, sollte man auch unbedingt frische Meeresfrüchte oder Fisch in einem der Restaurants probieren.

Mitte August wird in Sanlúcar de Barrameda ein großes Fest gefeiert, die Feria de las Flores. Zu diesem Anlass werden die Straßen der Innenstadt in ein Meer aus Blumen verwandelt. Ebenfalls im August findet am Strand der Stadt ein traditionelles Pferderennen statt.

Da es in der Stadt keinen Massentourismus gibt, kann man hier noch den typisch andalusischen Flair verspüren und den spanischen Alltag erleben. Die erstklassigen Strände sind teilweise von schönen Pinienwäldern oder Sumpfgebieten umgeben. Sanlúcar ist ein ideales Reiseziel für Naturliebhaber, denn aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Nationalpark kann man Wanderungen oder Spaziergänge durch die teilweise unberührte Natur unternehmen.

Die Strände Bajo de Guíala, La Calzada, Las Piletas und La Jara liegen quasi in der Flußmündung und sind sehr schöne Sandstrände.
 

Sanlúcar zwischen Altstadt, Fluss und Atlantik

Sanlúcar liegt in der Provinz Cádiz an der Mündung des Guadalquivir. In der Oberstadt prägen historische Gebäude und das Castillo de Santiago den Rundgang; am Ufer ist Bajo de Guía für Fischrestaurants und den Blick in Richtung Doñana bekannt. Wer weitere Städte der Provinz kennenlernen möchte, verbindet Sanlúcar mit Jerez de la Frontera oder Cádiz.

Für Strandtage liegen La Calzada, Las Piletas und La Jara nahe der Stadt. Wegen der Lage an Flussmündung und Atlantik sollten Badegäste Strömung, Gezeiten und örtliche Hinweise beachten. Naturausflüge in den Doñana-Nationalpark müssen über zugelassene Angebote und aktuelle Zugangsregeln geplant werden. Offizielle Hinweise zu Stadt, Veranstaltungen und Verwaltung veröffentlicht die Stadt Sanlúcar de Barrameda.

Manzanilla, Pferderennen und Ausflüge

Sanlúcar ist eng mit Manzanilla verbunden, einem geschützten Sherrystil. Der Überblick zu Sherry aus Andalusien erklärt die Einordnung; weitere Weinregionen stehen unter Wein aus Andalusien. Im August ziehen die Pferderennen am Strand von Sanlúcar viele Besucher an. Wer es ruhiger mag, weicht auf Termine außerhalb der Veranstaltung aus oder ergänzt die Reise um Barbate und Tarifa an der Costa de la Luz.

Foto: (under СС for commercial work) Manjeet Bawa/flickr.com