Erdbeben in Südspanien fordert mindestens 8 Todesopfer

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Schweres Erdbeben mit Stärke 5,3 fordert 11. Mai 2011 mindestens 8 Tote in Südspanien

Laut Pressemeldungen aus Spanien sind am Abend des 11. Mai 2011 mindestens 8 Totesopfer bei schweren Erdbeben im Süden von Spanien zu beklagen, unter ihnen ein 14-jähriger Junge und eine 22-jährige schwangere Frau. Angeblich sind Ausländer nicht unter den Opfern.

Mehr als 160 Menschen sind hauptsächlich durch herabfallende Trümmer verletzt worden. Häuser waren zum Einsturz gebracht worden und Autos wurden von herunterfallenden Mauerteilen teilweise völlig zerstört.

Besonders aus den Städten Lorca und Murcia sind schwere Schäden gemeldet worden. Etwa 20.000 Einwohner haben aus Angst vor Nachbeben Mittwoch Nacht unter freiem Himmel verbracht. Das Zentrum des Erdbebens war mit Stärke 5,3 etwa gegen 18:47 Uhr erreicht. Es bebte schon kurz nach 17 Uhr bei  Stärke 4,5. Auch in Murcias Nachbarregion Andalusien waren die Menschen von den Erschütterungen der Beben überrascht worden. Selbst in Madrid hat die Erde gebebt.

Eine speziell ausgebildete Truppe der Armee ist in die Region gesandt worden. Etwa 150 Männer helfen, die Folgen des Chaos so gering wie möglich zu halten. Hauptaufgabe wird es sein, Überlebende in den Trümmern zu finden. Die gute Nachricht der Nacht ist, dass keine Vermissten gemeldet worden sein sollen. Dennoch suchen die Einsatzkräfte in den Trümmern unermüdlich weiter nach Überlebenden. Auch Straßenverkehr und Zugverbindungen des betroffenen Gebietes sind schwerwiegend gestört.

Wie verlautet, ist vermutlich die Leichtbauweise in Spanien für das große Ausmaß der Zerstörung verantwortlich. Bei einer Erdbebenstärke von 5,3 wäre es bei anderen baulichen Voraussetzungen voraussichtlich nicht gleich zum Einsturz so vieler Gebäude gekommen.

Die am meisten betroffene Regionen liegen in der Provinz Murcia, der Nachbarprovinz im Osten von Andalusien. Es sind die Städte Murcia und das etwa 50 km entfernte Lorca. Alte Gebäude in Lorca wurden dem Erdboden gleich gemacht. Ein alter Glockenturm hätte fast einen Fernsehreporter erschlägen. Große Teile der historischen Altstadt sind zerstört. Tausende wurden in der Nacht obdachlos. Ein Krankenhaus musste evakuiert werden. In der Nähe von Lorca lag wohl auch das Epizentrum.

In der Erdbebenregion herrschen Angst und Chaos. Die Spezialeinheit der spanischen Armee hat alle Hände voll zu tun, nach den Erdbeben wieder Ordnung herzustellen. Die Erdbebenstärke lag gemäß Angaben der US-Erdbebenwarte bei 4,5 und 5,3 in ca. 1 Kilometer Tiefe. Es folgten auch Nachbeben in der Region.

Schwere Erdbeben gibt es Spanien nur selten. Die Region bei Murcia gilt als meistgefährte Erdbebenregion in ganz Spanien. Die letzte Katastrophe fand im April des Jahres 1956 in Andalusien statt. In der Region Granada waren 12 Todesopfer zu beklagen. Im Jahr 1884 hatte es in Andalusien auch sehr starke Erdbeben in Axarquía gegeben. Damals waren 900 Menschen ums Leben gekommen.

Stephan Tripp

Foto: A. Janßen

Datum: 11.05.2011

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