Níjar: Handwerk, Geschichte und Landschaft

File:Downstream face of the Presa de Isabel II near Níjar, Almería (2026).jpg File:Downstream face of the Presa de Isabel II near Níjar, Almería (2026).jpg Foto: Paul Colin Hennig firstdorsal.eu via Source, CC BY-SA 4.0

Handwerk

Zur traditionellen Handwerksidentität von Níjar gehören Jarapas, Töpferei und Espartoverarbeitung. Wegen der historischen und kulturellen Bedeutung ihrer handwerklichen Tätigkeit wurde die Villa de Níjar offiziell zur Zona de Interés Artesanal erklärt. Die Zona de Interés Artesanal von Níjar umfasst sieben Werkstätten. In ihnen werden Töpferei, Keramik, Gewebe im Flachwebstuhl beziehungsweise Jarapas sowie Blasinstrumente aus Pita-Holz hergestellt. Das Museo La Casa de Los Artesanos widmet sich den tief verwurzelten Handwerkstraditionen von Níjar und seinem Erbe in Töpferei, handbemalter Keramik und Jarapa-Weberei.

Geschichte

Die Pfarrkirche Santa María de la Anunciación wurde im 16. Jahrhundert auf Veranlassung des Bischofs Antonio Corrionero errichtet. Die Pfarrkirche Santa María de la Anunciación hat eine Verteidigungsfunktion und besitzt ihre originale Uhr. Die Atalaya de Níjar stammt aus dem Jahr 1574. Sie ist das einzige erhaltene oberirdische Element der ehemaligen arabischen Festung. Das Viertel Atalaya gehört zu den Bereichen von Níjar, in denen sich arabische Ursprünge besonders gut erkennen lassen.

Wasser und Landschaft

Das Museo del Agua ist ein städtisches Kulturzentrum in der Altstadt der Villa de Níjar. Die Informationstafeln behandeln die Geschichte der ersten Bewohner von Níjar, die Alumbres de Rodalquilar und die hispano-muslimische Epoche. Weitere Themen sind Viehzucht und Trockenfeldbau, der Stausee Isabel II, die Kolonisationssiedlungen sowie moderne Entsalzungstechniken. Das Museo del Agua vermittelt die Bedeutung des Wassers und seiner Bewirtschaftung im Lauf der Zeit im ariden Campo de Níjar.

Vom Aussichtspunkt an der Atalaya bietet sich ein weitreichender Panoramablick auf die Villa de Níjar und Cabo de Gata. Auf dem Cerro de la Atalaya in Níjar gibt es zwei Landschaftsobservatorien. Sie wurden nach der Aufwertung eines Weges und seiner Umgebung eingerichtet.

Wandern

Der S15 Sendero de los Molinos–Huebro GR-140 ist ein linearer Wanderweg mittleren Schwierigkeitsgrads. Seine Länge beträgt 2,55 km, und der Weg endet in Níjar. Der Mirador de la Atalaya de Níjar ist vom Zentrum der Villa de Níjar aus zu Fuß erreichbar. Der S15 führt durch eine üppig bewachsene Schlucht mit Obstgärten und Wassermühlen zu einem Aussichtspunkt. Die Umgebung ist als Paisaje de Interés Cultural de Andalucía anerkannt. Der Weg führt außerdem an den Resten von mehr als 22 Wassermühlen vorbei, die mit der Getreidemahlung verbunden waren. Die Route durch die Felder von Níjar ist über eine Autobahn leicht erreichbar.

Wer in Níjar ein Hotel sucht, kann die Stadt als Ziel der persönlichen Andalusienreise vormerken und den Aufenthalt an den eigenen Reiseplänen ausrichten, wobei die Reisevorbereitung bei diesem konkreten Ziel ansetzt und die weiteren Entscheidungen dem individuellen Verlauf der Reise überlassen bleiben.

Weitere Orte zur Erkundung sind La Isleta, El Pozo De Los Frailes, Los Albaricoques, Rodalquilar, San Jose-Nijar und Las Negras.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Almeria.

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