Alcalá de los Gazules: Kastell, Wasserstellen und Naturpark

Geschichte

Der Torre del Homenaje stammt aus islamischer Zeit. Er steht auf römischen Fundamenten, die zu einem früheren Siedlungsplatz gehören. Turm und Fundament verweisen damit auf unterschiedliche historische Phasen am selben Ort. Der Turm hat drei Etagen. Von der obersten Etage bietet sich ein Blick auf die Gemeinde. Die Parroquia de San Jorge wurde über der ehemaligen Moschee des Kastells errichtet und weist spätgotische Elemente auf. So liegen am Kastell islamische, römische und spätgotische Spuren in engem historischem Zusammenhang.

Auf der Mesa del Esparragal befinden sich die Überreste der römischen Stadt Lascuta. Die Besiedlung wurde im frühen Mittelalter durch ein westgotisches Siedlungsgebiet fortgesetzt. Auch außerhalb des Kastells sind damit Zeugnisse mehrerer Epochen überliefert. Nahe dem Ortszentrum liegen drei historische Wasserstellen. Sie heißen Pozo de Arriba, Pozo de Enmedio und Pozo de Abajo. Bis zur Ankunft der fließenden Wasserversorgung aus Los Regalajes im Jahr 1877 versorgten sie die Bevölkerung. Ihre Lage nahe dem Ortszentrum und die überlieferten Namen machen die drei Stellen als eigenständige historische Punkte erkennbar.

Weitere Ziele zur Erkundung sind Sanlúcar De Barrameda, Ubrique, Algar, Benalup Casas Viejas, San Roque, La Zarzuela, Rota und El Bujeo.

Orientierung

Die Oficina de Turismo ist die kommunale Anlaufstelle für Besucher. Sie informiert über Alcalá de los Gazules, darunter über das Kastell und interessante Routen. Damit gehören sowohl die historischen Punkte im Ort als auch die Wege in der Umgebung zu den dort genannten Informationsthemen.

Natur

Das Centro de Visitantes El Aljibe präsentiert die ökologischen und landschaftlichen Besonderheiten der Campiña und der Wälder. Dort werden Baumformationen und die zugehörige Tierwelt thematisiert. Natürliche Ressourcen gehören ebenfalls zu den dort behandelten Themen. Auch die heutigen touristischen Nutzungen werden vorgestellt. Das Zentrum verbindet damit Landschaft, Vegetation, Tierwelt und die gegenwärtige Nutzung des Naturraums in seiner Darstellung.

Im Centro de Visitantes El Aljibe führt ein Rundgang durch verschiedene Vegetationsformationen. Canutos gehören zu diesen Formationen. Ebenso zählen Steineichenwälder und Eichenwälder dazu. Der Rundgang umfasst außerdem Nebelwälder, wilde Olivenhaine, Bujeos, Lagunenufer und Herrizas. Die Stationen des Rundgangs zeigen dadurch eine Folge unterschiedlich benannter Lebensräume, von Wäldern und Olivenhainen bis zu Gewässerrändern und den Canutos.

Der Mirador de la Coracha bietet einen beeindruckenden Blick auf den Parque Natural de los Alcornocales.

Routen

Auf dem Patrite-Weg finden sich Bewässerungskanäle, Mühlsteine und Wassermühlen. Der Weg verläuft am Fluss Rocinejo und an dem Kanal, der die Mühlen mit Wasser versorgte. Wasser ist auf dieser Strecke daher nicht nur als Fluss, sondern auch als Bestandteil der früheren Nutzung durch Kanäle und Mühlen präsent.

Der Carril Cicloturista Picacho-Peguera führt über 40 Kilometer durch die Montes Propios de Alcalá de los Gazules. Zu dieser Strecke gehört ein asphaltierter Abschnitt, der für Kraftfahrzeuge gesperrt ist. Mehrere angelegte Routen führen durch den Parque Natural de los Alcornocales. Die Routen reichen damit von einem Weg mit historischen Spuren der Wassernutzung bis zu einer 40 Kilometer langen Strecke durch die Montes Propios.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cadiz.

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