Castellar De La Frontera: Burg, Natur und historische Wege
In Castellar de la Frontera gehört das Castillo de Castellar Viejo zu den wenigen erhaltenen bewohnten mittelalterlichen Befestigungsanlagen. Die Anlage ist eine im 13. Jahrhundert errichtete arabische Grenzfestung. Als Denkmal ist das Castillo de Castellar Viejo mit dem Schutzstatus Bien de Interés Cultural geschützt; der zugehörige Code lautet 110130001.
Kultur
Das Convento de Mercedarios de la Almoraima wurde 1603 an der Mauer von Castellar und am Fuß der Burg errichtet. Erhalten ist sein großer Kreuzgang. Zu ihm gehören steinerne Arkaden toskanischer Ordnung, deren architektonische Einordnung mit dem erhaltenen Bauteil verbunden ist. Am Castillo verbinden sich damit Bauzeit, frühere Funktion und heutiger Denkmalstatus in einer einzigen Anlage. Der erhaltene Kreuzgang ergänzt dieses historische Bild um ein klar benanntes architektonisches Detail des Konvents.
Wanderung
Der Weg La Calzada Dehesa Boyal ist 5,2 Kilometer lang. Seine Dauer beträgt etwa zwei Stunden. Der Weg weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf. Auf seinem Verlauf führt La Calzada Dehesa Boyal an einem Wachturm vorbei. Anschließend erreicht die Strecke eine Burg aus dem 10. Jahrhundert. Diese Burg weist starken muslimischen Einfluss auf und ist bis heute bewohnt. Die Route folgt einem Weg, von dem angenommen wird, dass er römischen Ursprungs ist. Damit bleiben Länge, ungefähre Dauer und Schwierigkeitsgrad der Strecke ebenso eindeutig wie ihre Stationen am Wachturm und an der Burg. Die Abfolge der genannten Stationen verläuft vom Wachturm zur bewohnten Burg; der Hinweis auf den möglichen römischen Ursprung bezieht sich auf den Weg selbst.
Natur
Die Festung von Castellar Viejo liegt im Naturpark Los Alcornocales. In diesem Naturpark befindet sich der größte Korkeichenwald der Iberischen Halbinsel. In einem Flussgebiet wechseln sich üppige Eschen und Steineichen mit Farnen, Buschland und Wiesen ab. Die genannten Landschaftselemente reichen dabei von den Bäumen bis zu den offenen Wiesenflächen. Zum Naturparkbild gehören damit sowohl der großflächige Korkeichenbestand als auch die kleinteilig wechselnden Pflanzenräume des Flussgebiets.
Anfahrt
Von Ostandalusien aus erreicht man Castellar de la Frontera über die Ausfahrt 130 der A-7 in Richtung Guadiaro–Castellar–Sotogrande. Anschließend führt die Strecke über 10 Kilometer auf der A-4100. Die A-4100 ist eine landschaftlich besonders schöne Bergstraße.
Von Westandalusien aus erreicht man Castellar de la Frontera über die A-381 und die A-405 mit der Streckenangabe Algeciras–Ronda. Nach 20 Kilometern führt die Strecke in das Gemeindegebiet.
Die Anfahrt über die A-7 und A-4100 beschreibt die Route aus Ostandalusien, während A-381 und A-405 die westandalusische Richtung mit der Streckenangabe Algeciras–Ronda nennen.
Weitere Orte
Weitere Orte: Chipiona, El Bujeo, Barbate, Poblado Sancti Petri, Grazalema, Espera, Cádiz, Jerez De La Frontera
Tierzentrum
Der Zoo de Castellar ist ein privates Tierrettungszentrum. Er wurde 2002 für die Öffentlichkeit geöffnet.
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