Espera zwischen weißen Straßen und römischer Geschichte
In Espera führt die geführte Cultural Tourist Route durch die typischen weißen Straßen an den Hängen hinauf zum Castillo de Fatetar und bietet Panoramablicke auf den Ort und die Comarca.
Das Ayuntamiento de Espera bietet dafür eine spanischsprachige Führung an, die im Voraus reserviert werden muss. Die Cultural Tourist Route kann auch selbstständig absolviert werden; an jedem zu besichtigenden Monument lassen sich QR-Codes scannen. Sie dauert ungefähr zweieinhalb Stunden. Damit verbindet die Route den Aufstieg durch den Ort mit dem Besuch der Monumente und dem Blick vom Castillo de Fatetar.
Kultur
Das Museo Arqueológico in Espera zeigt Funde aus den beiden wichtigsten archäologischen Fundstätten sowie aus weiteren kleineren Fundstätten im Gemeindegebiet. Die Ausstellung versammelt damit Zeugnisse aus unterschiedlichen Fundzusammenhängen innerhalb des Gemeindegebiets.
Im Erdgeschoss werden prähistorische Werkzeuge vom Paläolithikum bis zur späten Bronzezeit gezeigt. Dazu gehören bearbeitete und polierte Steinwerkzeuge, Handmühlen sowie Bronze- und Keramikgeräte. Die Werkzeuge und Geräte machen dabei verschiedene Formen der Bearbeitung und Nutzung von Materialien sichtbar.
Im ersten Stock wird das Alltagsleben in den römischen Städten Carissa Aurelia und Esperilla anhand von Architektur, Handel, Häusern, Berufen und Kleidung vermittelt. Der Blick richtet sich damit nicht nur auf einzelne Bauwerke, sondern ebenso auf die Lebensbereiche, die mit diesen Städten verbunden waren.
Geschichte
Die Casa Cilla o Molino de los Diezmos ist ein barockes Gebäude aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Es wurde eigens zur Aufnahme der abgeschafften Zehnten in Form von Naturalabgaben errichtet. Seine Geschichte verbindet somit die Bauzeit mit der damaligen Funktion für die Aufbewahrung dieser Abgaben.
Die Casa Cilla o Molino de los Diezmos ist die einzige Cilla-Ölmühle in der Provinz Cádiz. Sie bewahrt ihre vollständige funktionale Struktur und wurde weiterhin als Ölmühle mit moderner Maschinerie betrieben.
Orientierung
Der Treffpunkt für die Route ist die Oficina de Turismo in der Calle Los Toros. Dort gibt es Parkplätze und einen reservierten Stellplatz für Besucher mit eingeschränkter Mobilität. Die genannten Einrichtungen liegen damit am Ausgangspunkt der Route zusammen.
Geografische Einordnung
Das Castillo de Fatetar beherrscht den Hügel, an dessen Hang Espera liegt. Es übt direkte Kontrolle über den Río Salado sowie über Teile der Campiña und des Vorlandes aus. Die geografische Beziehung zwischen Burg, Hang, Fluss und den angrenzenden Landschaftsräumen prägt die Einordnung des Ortes.
Die iberorömische Stadt Carissa Aurelia liegt sieben Kilometer von Espera entfernt. Ihre Nekropole bewahrt verschiedene Bestattungsformen, darunter Gräber, Mausoleen und in den Fels gehauene Hypogäen.
Weitere Reiseziele: Grazalema, Benalup Casas Viejas, Arcos De La Frontera, El Bujeo, Urbanización Novo Santi Petri, Medina Sidonia, San Pablo De Buceite, San José Del Valle.
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