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Piconcillo: Sierra-Morena-Landschaft, Geschichte und Sternenhimmel

Unterkünfte in Piconcillo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Zwischen Sierra Morena und Dehesas

Piconcillo liegt in der Sierra Morena; in seiner Nähe erhebt sich der Cerro del Castillo. Rund um den Ort liegen die beiden Dehesas Segoviana und Molinillo, die mit Buschland und Steineichen bestanden sind. Wer Piconcillo und sein Umfeld betrachtet, trifft damit auf eine Landschaft aus Höhenzug, Dehesas, Buschland und Steineichen. Diese benannten Naturmerkmale geben der Ortsbesichtigung einen klaren landschaftlichen Bezug.

Piconcillo selbst ist in einen höher gelegenen alten Bereich und einen moderneren Wohnbereich an der Calle Cervantes geteilt. Dazwischen verlaufen kanalisierte Wasserläufe, die als „Zamarrona“ bezeichnet werden. Sie stammen aus nahegelegenen Brunnen und Lagerstätten. Die beiden Bereiche und die Zamarrona bilden unterscheidbare Bezugspunkte, wenn der Ort nicht nur als einzelner Straßenraum, sondern in seinen unterschiedlichen Teilen wahrgenommen wird.

Kirche, Prozession und Augustfest

Im Ortsbild steht die Iglesia de Nuestra Señora del Rocío für eine kleine Kirche in Piconcillo. Zu den Traditionen des Ortes gehört außerdem eine Prozession zu Ehren des heiligen Josef zum Landgut Segoviana. Anschließend folgen eine Messe und ein Tag im Umland. Kirche, Prozession und Landgut verbinden dabei religiöses Brauchtum mit einem Aufenthalt außerhalb des Ortskerns.

Die Feria und Fiestas von Piconcillo zu Ehren der Jungfrau von El Rocío finden am 15. August statt. Zum Fest gehören Volkstänze und Sportwettkämpfe; daran nehmen viele Auswanderer teil. Der konkrete Termin macht den 15. August zu einem festen kulturellen Bezugspunkt, während die verschiedenen Programmbestandteile den Festtag zwischen Tradition, Bewegung und gemeinschaftlichem Wiedersehen verorten.

Spuren des chalkolithischen Bergbaus

In Piconcillo Norte zeugen Hämmer mit seitlichen Einkerbungen von einem sehr alten chalkolithischen Bergbau. Die Werkzeuge stehen damit als sichtbare Spur einer frühen Bergbautätigkeit neben den jüngeren Wohnbereichen und den überlieferten Festen. Für kulturgeschichtlich interessierte Besucher eröffnet sich so ein Blick auf Piconcillo, der nicht bei Kirche und Prozession endet, sondern auch materielle Zeugnisse aus einer weit zurückliegenden Epoche einbezieht.

Der Fahrweg nach Piconcillo Norte zweigt am Ortseingang aus Richtung Fuente Obejuna nach Osten ab.

Himmelsbeobachtung und Astronomie

Das Observatorio JDCassini bietet Gruppen geführte Himmelsbeobachtungen mit Sternbild-Erklärungen, einer Führung am mit bloßem Auge sichtbaren Himmel, der Beobachtung ausgewählter Objekte und einem Besuch des Observatoriums durch das große Teleskop. Anfänger erhalten dort Grundlagen der Astronomie, Himmelskarten und Informationen zu Planeten. Hinzu kommen eine Einführung in die Bedienung äquatorialer Teleskope sowie die Nutzung verschiedener Instrumente und zugehöriger Software.

Auch Amateurbeobachter finden ein konkretes Instrument vor: Das Observatorio JDCassini stellt ihnen ein 20-Zoll-Teleskop mit f/6,8 in einer vier Meter großen Kuppel zur Verfügung. Damit reicht das Beobachtungsspektrum von verständlich erklärten Sternbildern und Planeteninformationen bis zur technisch ausgerichteten Arbeit mit Teleskopen, Instrumenten und Software.

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Weitere Ziele: Cañada Del Gamo, Los Morenos, Posadilla, Los Pánchez.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Fuente Obejuna.

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