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Villalón – Historische Plätze, Quellen und Wege

Unterkünfte in Villalón

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die städtebaulichen Ensembles von Villalón, zu denen auch die Plätze gehören, folgen dem Entwurf von D. Simón Desnaux und bewahren Häuser sowie den Stil der kolonialen Neuen Siedlungen Andalusiens; die Plätze von Villalón und Los Silillos haben einen abgewinkelten Grundriss. Dieser Grundriss unterscheidet die beiden Plätze von einer regelmäßigen, geradlinigen Anlage und gehört zu den prägenden baulichen Einzelheiten des Siedlungsbildes. Als erster Siedlungskern entstand Villalón in der ehemaligen Landschaft „Desierto de La Parrilla“ noch vor der karolinischen Kolonisation. Die historische Einordnung verbindet damit die heutige Ortsstruktur mit der früheren Siedlungsgeschichte dieser Landschaft.

File:Calle Diego Picón Delfa, Villalón.jpg File:Calle Diego Picón Delfa, Villalón.jpg Foto: CFA1877 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur und Geschichte

Die Fuente de Villalón besteht aus einer gemauerten Hütte, die von einem vierseitigen Dach abgeschlossen wird, einem rechteckigen Becken sowie einem daran angesetzten großen und einem kleineren Viehtränketrog. Die Bauteile bilden eine klar gegliederte Anlage: Auf die überdachte Hütte folgen das Becken und die beiden unterschiedlich großen Tröge. Die restaurierte historische Fuente de Villalón ist mit Carlos III. verbunden und weiterhin in Gebrauch. Sie liegt etwa 200 Meter vom Ortskern entfernt neben der Straße, die Villalón mit Ochavillo del Río verbindet. Die von der Gemeinde ausgearbeitete Ruta de las Fuentes Históricas umfasst die Fuente de Villalón. Dadurch erscheint die Quelle sowohl als eigenständiges historisches Bauwerk als auch als Teil des örtlich ausgearbeiteten Routenverlaufs.

Die Plaza Real ist ein quadratischer, mit Orangenbäumen bepflanzter Platz, an dem sich die Iglesia de Nuestra Señora de los Ángeles befindet. Die Kirche wurde 1968 erbaut. Zwischen den Ortsteilen Villalón und La Herrería liegt das Cortijo San José, das trotz seines ruinösen Zustands seine ursprüngliche Anlage als traditionelles, um einen Innenhof angeordnetes Ölmühlengebäude bewahrt. So bleiben an unterschiedlichen Stellen des Ortes sowohl die Platzgestaltung als auch ein Kirchenbau und die frühere Anlage eines landwirtschaftlich geprägten Gebäudes sichtbar.

Wege und Landschaft

Die Ruta del Molino de San Roque beginnt in einem Ortskern. Die lineare Route ist 8,64 km lang und folgt kommunalen Wegen, die landwirtschaftliche Betriebe mit den Siedlungen Villalón und La Herrería verbinden. Die Streckenlänge gibt für die Planung des Weges einen klar umrissenen Umfang vor. Ihr Verlauf führt durch eine mosaikartige Agrarlandschaft, in der sich die Kulturen der Campiña in Richtung der fruchtbaren Flussniederungen des Guadalquivir erstrecken. Der Wechsel von Ortskern, landwirtschaftlichen Betrieben, Siedlungen und bewirtschafteten Flächen prägt dabei den beschriebenen Verlauf der Route.

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Feste und Veranstaltungen

Die Feria de Villalón ist das wichtigste örtliche Fest und findet an dem Wochenende statt, das dem 2. August am nächsten liegt. An ihren Feierlichkeiten nimmt ein örtlicher Rociero-Chor teil, dessen Name die Schutzpatronin ehrt. Die Velailla des Festes zu Ehren von Nuestra Señora de los Ángeles findet nachts auf der Plaza de Carlos III. mit Tanz und Orchester statt. Damit gehören zur Feria sowohl der festgelegte Termin im Jahreslauf als auch ein örtlicher musikalischer Beitrag und das nächtliche Programm auf dem Platz.

Bei einem Candelaria-Fest in Villalón waren auf der Esplanade des Fußballplatzes ab 16 Uhr Volksspiele für Kinder und ein Bewirtungsstand vorgesehen; nach Einbruch der Nacht sollte ein Feuer entzündet werden. Der Parque del Emigrante ist für die Unterhaltung kleiner Kinder gestaltet.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Fuente Palmera.

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