Alamedilla: Geologie, Geschichte und andalusische Kultur

File:La Alamedilla, consultorio.jpg File:La Alamedilla, consultorio.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Geologie

Die Lavas almohadilladas de Alamedilla bestehen aus Aufschlüssen basischer Vulkangesteine mit Kissenlava-Strukturen, die durch untermeerische Lavaausbrüche entstanden sind. Sie sind im Katalog des Geoparks Granada als international bedeutender petrologisch-geochemischer Geostandort mit wissenschaftlicher und geotouristischer Nutzung eingestuft. Zugleich gelten die Lavas almohadilladas de Alamedilla als geologischer Ort von Interesse im Geopark Granada innerhalb der Gemeinde Alamedilla.

Das Oberkreide-Eozän von Alamedilla ist als stratigrafischer Geostandort von nationaler Bedeutung mit geotouristischer und didaktischer Nutzung katalogisiert. Wegen der Fragilität des Aufschlusses der Lavas almohadilladas de Alamedilla ist besondere Vorsicht geboten, damit er nicht beschädigt wird.

Landschaft

Die Piedras de La Solana bilden eine zerklüftete Formation aus drei riesigen Felsen. Aufgrund gefundener Keramikreste und Gräber mit Beigaben dürften sie als muslimischer Zufluchtsort oder als natürliche Burg gedient haben.

Der Mirador del Cerro San Juan bietet einen Blick auf Alamedilla und seine Umgebung. Von dort aus lassen sich Aufschlüsse erkennen, die Hinweise auf das Paläozän-Eozän-Temperaturmaximum vor 56 Millionen Jahren geben. Die Route Alamedilla-El Peñon führt durch Ackerland, sanfte Geländeformen und ländliche Landschaften des Geoparks.

Kultur

Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Anunciación gilt als das markanteste Gebäude im Ortskern von Alamedilla. Sie wurde zwischen 1489 und 1568 errichtet und besitzt drei Schiffe, die durch drei Rundbögen voneinander getrennt sind.

Der ethnologische Bereich des Museo Local zeigt landwirtschaftliche Geräte, die von den Eltern und Großeltern der Einwohner genutzt wurden. Der prähistorische Bereich umfasst Fossilien aus dem Gebiet von Alamedilla, darunter einen 40 Kilogramm schweren Ammoniten. Die Ermita de San Antonio besteht aus einem einzigen rechteckigen Schiff.

Geschichte

In der näheren Umgebung von Alamedilla liegt die Puente del Hacho in Guadahortuna an der Grenze zu Alamedilla, am Ausgang des Bahnhofs Alamedilla-Guadahortuna. Das Metallviadukt ist 624,85 Meter lang und erreicht eine maximale Höhe von 49,85 Metern. Die Puente del Hacho wurde am 22. März 1898 in Betrieb genommen.

Cortijo del Hacho ist eine archäologische Fundstätte mit einer bronzezeitlichen Nekropole aus der Zeit um 2700 v. Chr.

Feste und Handwerk

Ältere Einwohner von Alamedilla fertigen aus Espartogras Körbe an, teils für den eigenen Gebrauch und teils zum Verkauf. Um den 19. März finden in Alamedilla Fiestas zu Ehren des Santo Cristo de la Luz statt.

Mitte August findet eine Kulturwoche mit Theater, Musik und Film statt. Die Fiesta del Emigrante wird am 15. August gefeiert und ist den Menschen aus Alamedilla gewidmet, die heute anderswo leben.

Küche

Zu den charakteristischen Gerichten von Alamedilla zählen Gachas, Lamm- und Ziegenkitzbraten sowie in Öl eingelegte Rippchen. Bei den Süßspeisen sind Mandelgebäck und besonders Almendrados hervorzuheben. Olivenöl aus Alamedilla trägt die Herkunftsbezeichnung Montes de Granada.

Weitere Orte: La Ermita, Huétor - Santillán, Víznar, Cúllar Vega, Guadix, Deifontes, Nigüelas, Belicena

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