Guadix: Höhlenviertel, Baugeschichte und Badlands

File:Guadix, Spain (Unsplash).jpg File:Guadix, Spain (Unsplash).jpg Foto: Manuel Del Moral mdm via Wikimedia Commons, CC0

Guadix zwischen Senke und Badlands

Guadix liegt in der Hoya de Guadix, einer von Lehmescarpments umgebenen Senke. Die Landschaft rund um Guadix wird durch Wind, Wasser und die Arbeit des Menschen geformt. Der Mirador Padre Poveda bietet Ausblicke auf das historische und monumentale Ensemble von Guadix sowie auf die Badlands.

Höhlenviertel und originale Wohnräume

Der Mirador Padre Poveda liegt im Herzen des Höhlenviertels neben der Kirche Ermita Nueva. Das Centro de Interpretación Cuevas de Guadix befindet sich im Inneren mehrerer originaler Höhlenwohnungen. Es vermittelt die Ursprünge und die historische Entwicklung des Wohnens in Höhlen. Außerdem vermittelt es lokale Traditionen und handwerkliche Berufe. Die Verbindung von originalen Wohnräumen, Geschichte und Handwerk gibt dem Besuch einen klaren Schwerpunkt auf der besonderen Wohnform von Guadix. Das Thema Höhlenwohnen bleibt dabei nicht auf die Architektur beschränkt. Mit Ursprüngen, historischer Entwicklung, lokalen Traditionen und handwerklichen Berufen verbindet das Centro mehrere Seiten dieser Wohnform.

Kathedrale, römisches Theater und Alcazaba

Die Kathedrale von Guadix steht über den Überresten einer westgotischen Kathedrale und einer arabischen Hauptmoschee. Das Teatro Romano Acci ist ein monumentaler Komplex von fast 6.000 m², der zu Beginn des zweiten Viertels des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurde. Die Alcazaba von Guadix wurde im 10. Jahrhundert während der Kalifenzeit errichtet. An den drei Bauwerken lassen sich westgotische, arabische, römische und kalifale Bezüge anhand konkreter Bauwerke nachvollziehen. Eintrittskarten für das Teatro Romano Acci werden im Tourismusbüro erworben. Für das Teatro Romano Acci sind sonntags um 11 Uhr Besichtigungen angegeben; Kartenkauf und Termin gehören somit zur praktischen Planung dieses Besuchs. Die Größe des Teatro Romano Acci kann bei der Planung als eigener Besichtigungspunkt berücksichtigt werden. Die Angabe sonntags um 11 Uhr bietet dafür einen konkreten zeitlichen Anhaltspunkt.

Ölmühle und accitanische Küche

Die Almazara de Paulenca – Museo del Aceite ist eine Ölmühle aus dem 18. Jahrhundert im ländlichen Mudéjar-Stil und zugleich ein ethnografisches Ölmuseum. Das Bauwerk steht damit sowohl für die Geschichte der Ölherstellung als auch für ihre ethnografische Einordnung. In Guadix werden kleine Kostproben der accitanischen Küche als Aperitif angeboten. Die Küche erscheint dabei in kleinen Portionen als Aperitif, während das Museum den Blick auf ein konkretes Handwerk richtet. So begegnen sich in diesem Themenbereich Ölherstellung, Museumsbesuch und accitanische Küche.

Cascamorras und gelebte Tradition

Die Ursprünge der Tradition des Cascamorras in Guadix reichen bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück. Das Cascamorras-Fest wird in Guadix am 9. September gefeiert.

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