Albuñol zwischen Küste, Frühgeschichte und Alpujarra
File:Pedanías de Los Castillas (Izquierda) y Cortijo Bajo (Derecha) Municipio de Albuñol (Granada).JPG
Foto: Brad via Source, CC BY-SA 3.0
An der Küste Granadas liegt in Albuñol die Cueva de los Murciélagos. Organische und pflanzliche Überreste sind dort durch natürliche Austrocknungsprozesse hervorragend erhalten. Aufgrund dieser Erhaltung zählt die Höhle zu den bemerkenswertesten frühneolithischen Fundstätten Westeuropas.
Kultur
In der Cueva de los Murciélagos wurden die frühesten direkten Nachweise für Korbflechterei in Südeuropa identifiziert. Der Zeitraum dieser Nachweise reicht von vor 9.500 bis vor 6.200 Jahren. Die Parroquia de San Patricio in Albuñol hat ihren Ursprung im 15. Jahrhundert.
Menschen aus Albuñol und La Rábita erfanden Mitte des 20. Jahrhunderts das landwirtschaftliche System des „enarenados“. Zu den in der Region tief verwurzelten handwerklichen Tätigkeiten in Albuñol gehört unter anderem die Herstellung aus Espartogras und anderen Materialien. Die traditionelle mediterrane Landwirtschaft des Ortes umfasst Weinreben, Mandelbäume und Feigenbäume.
Damit stehen in Albuñol unterschiedliche historische Ebenen nebeneinander: Die Höhle verweist auf die frühe Nutzung organischer Materialien und die jahrtausendealte Korbflechterei, während die Parroquia de San Patricio für die Ortsgeschichte seit dem 15. Jahrhundert steht. Das landwirtschaftliche System „enarenados“ gehört dagegen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts und ist mit Menschen aus Albuñol und La Rábita verbunden.
Küste
Cala Chilches ist ein 300 Meter langer Strand in Albuñol; die Playa de la Rábita ist ein 1.000 Meter langer Strand in Albuñol.
Landschaft
Albuñol ist eine von sechs Gemeinden der Alpujarra von Granada mit Küstenlinie. Albuñol liegt zwischen den Ramblas Ahijón und Aldahayar, die am Fuß des Cerro de las Yeseras ein weites Amphitheater bilden.
Die Cueva de los Murciélagos öffnet sich am rechten Hang des Barranco de las Angosturas. Die Schlucht Las Angosturas verfügt über einen ausgeschilderten Weg, auf dem der Wanderpfad begangen werden kann.
Die Ortslage zwischen den Ramblas Ahijón und Aldahayar und die Küstenlinie gehören somit zu derselben geografischen Beschreibung Albuñols. Der Cerro de las Yeseras markiert dabei den Fuß des weiten Amphitheaters, das durch die beiden Ramblas gebildet wird.
Das Ortsbild von Albuñol ist durch enge, steile Straßen geprägt. Die überwiegend weißen Häuser bestehen aus Mauerwerk mit Verputz und Glättputz.
Sie erreichen Albuñol über die Autovía del Mediterráneo A-7 oder die Nationalstraße N-340. In der Nähe von La Rábita nimmt man die A-345, die die Küste Granadas mit der Alpujarra verbindet.
Die Straßenbezeichnungen beschreiben dabei verschiedene Richtungen der Anreise: Die A-7 und die N-340 führen nach Albuñol, während die A-345 in der Nähe von La Rábita die Küste Granadas mit der Alpujarra verbindet. Auch die Lage zwischen Küste und Alpujarra bleibt dadurch in der Verkehrsführung des Ortes sichtbar.
Weitere Orte auf derselben übergeordneten regionalen Ebene sind Yátor, Campotéjar, Puebla De Don Fadrique, Cortes De Baza, Zagra, Pinos Del Valle, Vélez de Benaudalla und Pampaneira.
Zur traditionellen mediterranen Landwirtschaft in Albuñol gehören Weinreben, Mandelbäume und Feigenbäume.
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