Yátor: Acueducto, Feste und Bergbaugeschichte

File:Yátor, en el municipio de Cádiar (Granada, España).jpg File:Yátor, en el municipio de Cádiar (Granada, España).jpg Foto: PicGuy via Wikimedia Commons, CC0

Yátor ist eines der Vega-Dörfer der Gemeinde Cádiar und liegt in einem Tal am Rand von Flüssen und Schluchten.

Kultur

Das Acueducto in Yátor gilt der volkstümlichen Überlieferung zufolge als römischer Bogen. Es wurde errichtet, um Wasser aus dem Caz zu leiten und damit die Mühle sowie die Ölpresse von Juan „El Mosca“ nahe der Plaza de la Iglesia anzutreiben.

Das Tinao von Yátor bildet einen vollständig überdachten Durchgang zwischen der Plaza de la Iglesia und der Calle San José und dient als Übergang zwischen öffentlichem und privatem Raum.

Die Pfarrkirche Iglesia Parroquial de la Inmaculada Concepción wurde in den 1560er-Jahren im Mudéjar-Stil errichtet. Die Ermita de San Sebastián in Yátor gilt als Bau mit einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes; die meisten vergleichbaren Kapellen haben einen lateinischen Kreuzgrundriss.

Zum landwirtschaftlichen Erbe der Gemeinde Cádiar gehört in Yátor die „Molino de la Iglesia“. Die Ölpresse Almazara de Yátor verwendet große steinerne Kegel, um Olivenernten zu mahlen und daraus Öl zu gewinnen.

Das Fest zu San Sebastián findet über mehrere Tage am Wochenende statt, das dem 21. Januar am nächsten liegt, und umfasst eine Prozession zur Ermita de San Sebastián, eine Verkostung traditioneller Speisen sowie gemeinsame Mahlzeiten.

Eine zweite Feier zu San Sebastián findet im August am Samstag statt, der dem 15. August am nächsten liegt, und umfasst ein gemeinsames Essen sowie eine öffentliche Tanzveranstaltung.

Landschaft

Der Río Yátor verläuft durch das Dorf Yátor parallel zur Kirche San Sebastián.

Der Pico del Bernal, auch Chimenea de Hadas genannt, ist eine durch differentielle Erosion geprägte Erosionslandschaft aus Konglomeraten und Sandsteinen.

Die Fuente de la Virgen in Yátor ist eine Quelle mit dreieckigem Giebel und einem kleinen Becken.

Geschichte

Gerald Brenans Buch „Al Sur de Granada“ von 1957 beschreibt Yátor als ein Bergarbeiterdorf, in dem die Männer elf Monate in Linares verbrachten, während die Frauen dort blieben, um das Land zu bewirtschaften.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Yátor Zinnober abgebaut. Ende des 19. Jahrhunderts gab es dort Bergbauaktivitäten mit Anlagen, Stollen und zugehörigen Schornsteinen.

Diese Bergbauaktivitäten bestanden bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts fort und standen unter Beteiligung französischen Kapitals.

Weitere Orte zur Erkundung sind Zafarraya, Lanjarón, Nigüelas, La Zubia, Cástaras, Lobras, Alpujarra De La Sierra und Albuñol.

Wandern

Der PR-A 25 Cádiar–Mecina Bombarón ist ein 6,2 Kilometer langer linearer Weg mit einer Dauer von 4:30 Stunden.

Der Wanderweg überquert die Straße zwischen Yátor und Cádiar und später die Rambla de Yátor.

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