Fornes: La Mesa, Wanderwege und traditionelle Feste

La Mesa de Fornes ist eine 4,5 Hektar große befestigte protohistorische Siedlung. Die Siedlung war hauptsächlich zwischen dem 9. und 8. Jahrhundert v. Chr. bewohnt. Ihr komplexes Befestigungssystem umfasst sechs annähernd rechteckige Bastionen und einen kleinen Graben, der unmittelbar an deren Flanke liegt. Als tischförmiger Zeugenberg entstand La Mesa de Fornes durch die Flusserosion der Flüsse Cacín, Cebollón und Grande.

Fornes hat mittelalterliche Ursprünge und wird im Werk des aus Loja stammenden Geografen Al-Jatib als „Fórnex“ erwähnt. Das historische Erbe von Fornes stammt aus den verschiedenen Kulturen, die diese Grenzlandschaft geprägt haben, vor allem aus der muslimischen Kultur.

Natur und Wandern

Fornes liegt am Ende des Bermejales-Stausees; an dessen Ufern befindet sich der Ortsteil La Colonia. Der Wanderweg Fornes–La Resinera beginnt in Fornes an der Treppe zur Cruz del Cerrillo. La Mesa de Fornes ist über markierte Wege erreichbar.

Nach dem Abstieg von La Mesa de Fornes erreicht der Wanderweg Fornes–La Resinera den Fluss Cacín inmitten von Steineichen- und Valencia-Eichen-Beständen. Am Cacín und anschließend am Cebollón verläuft der Wanderweg durch Ufervegetation und mediterranes Buschland. In den klaren Gewässern können heimische Flusskrebse und Bachforellen beobachtet werden. Die Fuente Barranco ist über ländliche Wege ohne Schwierigkeiten erreichbar und bietet Wandernden einen kühlen Rastplatz.

Kultur und Geschichte

In der Umgebung von Fornes befinden sich in La Resinera die Überreste der Fábrica Unión Resinera Española. Ein Informationspunkt in La Resinera erläutert, wie die natürlichen Ressourcen der Kiefer industriell genutzt wurden.

Feste und Bräuche

Die Volksfeste von Fornes finden jedes Jahr um den 19. März zu Ehren des örtlichen Schutzpatrons San José statt. Die traditionellen Candelarias werden in der Nacht vor dem 2. Februar gefeiert. Zu ihnen gehört das Mancheo, bei dem Fackeln aus Espartogras zu Feuerkreisen geschwenkt werden.

Die Romería de Santiago findet am Samstag statt, der dem 25. Juli am nächsten liegt; dabei fahren geschmückte Festwagen zum Fluss.

Lokale Küche

Zu den kulinarischen Traditionen von Fornes gehören handwerklich hergestellte Würste und Käse. Honig und Olivenöl werden in der örtlichen Küche vielfach verwendet. Unter den in Fornes als lokale Gerichte bezeichneten Speisen finden sich „plato alpujarreño“, „ajo blanco“ und „habas con jamón“. Restaurants und Bars bieten Besuchern Einblicke in die örtliche Küche.

Die historische Überlieferung reicht von der protohistorischen Besiedlung der Mesa über die mittelalterliche Nennung als „Fórnex“ bis zu den Spuren der Fábrica Unión Resinera Española in La Resinera. Auch die Landschaftsgeschichte bleibt in den beschriebenen Formen erkennbar: Die Mesa ist durch Flusserosion entstanden, während die Wege am Cacín und Cebollón durch Ufervegetation und mediterranes Buschland führen.

Zu den örtlichen Festterminen gehören damit unterschiedliche Formen des Brauchtums: die Candelarias mit dem Mancheo, die Feier zu Ehren von San José und die Romería de Santiago mit geschmückten Festwagen zum Fluss. Die genannten kulinarischen Traditionen ergänzen diese kulturellen Hinweise um handwerklich hergestellte Produkte, häufig verwendete Zutaten und lokale Gerichte.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arenas Del Rey.

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