Cacín zwischen Tajos, Flusslandschaft und Festen

File:Gorges du Rio Cacin, Embalse de los Bermejales, Andalusia, Spain.jpg File:Gorges du Rio Cacin, Embalse de los Bermejales, Andalusia, Spain.jpg Foto: Jebulon via Wikimedia Commons, CC0

Kultur und Feste in Cacín

Cacín zeigt seine Geschichte nicht nur in einem Bauwerk, sondern in unterschiedlichen Spuren. Die Cueva de Cacín ist eine neolithische archäologische Fundstätte im als Los Tajos bekannten Gebiet. Das Vaso de Cacín ist im Museo Arqueológico de Madrid ausgestellt. Die Iglesia de Nuestra Señora de los Dolores wurde nach dem Erdbeben von 1884 wiederaufgebaut. Fundstätte, Museumsexponat und wiederaufgebautes Gotteshaus setzen dabei jeweils einen eigenen kulturellen Akzent.

Die Feste geben dem Jahreslauf von Cacín konkrete Formen. Die Patronatsfeierlichkeiten finden Anfang August zu Ehren der Virgen de los Dolores statt und dauern vier Tage. Bei der Wochenend-Verbena während der Patronatsfeierlichkeiten werden Besucher mit Essen versorgt; außerdem gibt es Livemusik und DJs. Die Merendicas werden am 20. Januar zu Ehren von San Sebastián gefeiert; Einwohner und Besucher treffen sich dafür im Umland zu einem gemeinsamen Tag. Die Candelaria wird in Cacín in der Nacht vor dem 2. Februar mit Freudenfeuern und dem Verbrennen und Drehen von Espartofackeln gefeiert.

Wandern durch die Tajos

Die Wanderroute durch die Tajos de Cacín zwischen Cacín und dem Embalse de los Bermejales ist mittelschwer bis anspruchsvoll und 9,4 km lang; bei Hin- und Rückweg beträgt die Strecke das Doppelte. Von der Route wird bei Regen wegen der Gefahr eines anschwellenden Flusses abgeraten. Sie umfasst seilgesicherte Abschnitte zum Auf- und Absteigen über Fels, Hängebrücken und einen Abschnitt unter einer Felsüberwölbung. Länge, Schwierigkeit und Wegdetails liefern damit konkrete Größen für die Etappenplanung.

Eine weitere Route am Río Cacín verläuft am Fluss entlang und bietet Landschafts-, Flora- und Faunaerlebnisse. Bei den Tajos del Río Cacín führen hängende Seil- und Holzbrücken über den Fluss; dort lassen sich auch Wasserfälle sehen. Entlang der Tajos del Río Cacín helfen befestigte Seile Wanderern, einige Höhenunterschiede zu überwinden; darüber ragen große Felsformationen über das Flussbett.

Brücke und Contraembalse de Cacín

Zur Flusslandschaft gehört die Puente del Río Cacín. Sie wurde 1940 mit einem zentralen Bogen und mehreren halbrunden Steinbögen errichtet und ist ein Übergangspunkt für mehrere Wanderwege in der Umgebung. Baujahr, Brückenform und Wegebezug bieten drei unterschiedliche Details für die Beobachtung vor Ort.

Am Contraembalse de Cacín ist das Ufer weitgehend naturnah; das Wasser weist eine gewisse ökologische Qualität auf. Der Speicher ist über die Ausfahrt 211 der A-92 erreichbar: Über die A-402 geht es 3,7 km bis zur ersten Abzweigung nach links bei El Turro. Anschließend verläuft die Straße 8,5 km parallel zum Kanal, bevor sie den Río Cacín überquert. Neben dem Speicherbecken kann geparkt werden. Die Abfolge aus Ausfahrt, Abzweigung, Kanalstrecke und Flussquerung beschreibt die Anfahrt in klaren Abschnitten.

Weitere Orte: Lanjarón, Quéntar, Dólar, Salar, Montejícar, Hernán-Valle, Zagra, Escoznar

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Granada.

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