Cúllar: Torre Alabí, Sismitas und die Fuente de la Kaicuta
Geschichte
Cúllar bewahrt die Torre Alabí, die auch Torre del Alabí oder Torre del Cerro de la Ermita heißt. Die Torre Alabí wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Sie war Teil einer ehemaligen muslimischen Alquería. Die verschiedenen Bezeichnungen gehören damit zu einem Bauwerk, dessen Geschichte bis in die muslimische Epoche zurückreicht. Wenn Sie das Innere des Turms betreten möchten, ist zuvor eine Terminvereinbarung mit dem Rathaus erforderlich. Diese Vereinbarung betrifft den Zugang zum Innenraum; der Außenbereich ist für Rollstuhlnutzer zugänglich. Das Innere ist nicht barrierefrei angepasst.
Die Iglesia de Santa María de la Anunciación wurde 1535 über einer früheren Moschee errichtet. Als Renaissancebau ist die Kirche durch drei Baukörper gekennzeichnet. Zu ihrer architektonischen Ausstattung gehört außerdem ein Glockenturm. In Cúllar stehen damit unterschiedliche historische Schichten nebeneinander: Der heutige Kirchenbau entstand über dem Vorgängerbau einer früheren Moschee, während die Torre Alabí mit einer ehemaligen muslimischen Alquería verbunden ist. Beide Bauwerke bewahren eigenständige Hinweise auf die Ortsgeschichte.
Natur
Die Route Cúllar Historical and Geological ist als PR-A 382 homologiert, führt durch Cúllar und ist durch eine Wüstenlandschaft geprägt. Die Route stellt die Sismitas de Cúllar vor. Bei den Sismitas handelt es sich um Sedimentschichten, die durch frühere Erdbeben deformiert wurden. Diese Schichten sind in den Gesteinsmaterialien des Geoparks von Granada erhalten.
Die Sismitas de Cúllar bewahren außerdem Sedimente eines ehemaligen Sees. In diesen Sedimenten sind mehrere Erdbeben fossilisiert. Die geologische Formation bleibt dadurch mit den Sedimenten des früheren Sees und den darin erhaltenen Erdbeben verbunden. Sichtbar wird hier nicht nur eine einzelne Gesteinsform, sondern die Verbindung zwischen einer früheren Seelandschaft und den Erschütterungen, die ihre Ablagerungen verformten.
Die Route umfasst den Mirador Estelar de Cúllar. Dieser Mirador ist ein Aussichtspunkt im granadinischen Hochland. Für die Beobachtung des Nachthimmels ist er ausgestattet. Die Route führt dadurch von den geologischen Spuren in der Landschaft zu einem eigens benannten Aussichtspunkt, dessen Ausstattung auf den Nachthimmel ausgerichtet ist. Wüstenlandschaft, Sedimente und Hochland bilden dabei die geographischen Bestandteile der beschriebenen Strecke.
Weitere Orte zur Erkundung finden Sie unter Soportújar, Picena, Gualchos, Los Tablones, Darro, Tózar, Válor und Guejar Sierra.
Kultur
Die Fuente de la Kaicuta versorgte die Einwohner von Cúllar historisch mit Trinkwasser. Sie ist ein Brunnen mit sechs Ausläufen. Der Brunnen wird der muslimischen Epoche zugeschrieben. Die sechs Ausläufe gehören damit ebenso zum überlieferten Erscheinungsbild der Fuente de la Kaicuta wie ihre historische Funktion für die Wasserversorgung. Die Fuente de la Kaicuta dient als lokaler Treffpunkt. Sie ist außerdem ein Erholungsbereich.
Am Ortsausgang von Cúllar ist die Fuente de la Kaicuta durch ein Schild am Straßenrand ausgeschildert. Ihre Einordnung verbindet somit die historische Wasserversorgung, die Zuschreibung zur muslimischen Epoche und die heutige Funktion als Treffpunkt und Erholungsbereich. Der Brunnen steht dadurch zugleich für ein überliefertes Bauelement und für einen weiterhin bezeichneten Ort im Umfeld von Cúllar.
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