Íllora: Kirche, Thermen und Sierra de Parapanda
Kultur und Geschichte
Die Iglesia de la Encarnación in Íllora wurde ab 1541 errichtet; der Bau der Hauptkapelle und des Turms stand dabei unter der Aufsicht von Diego de Siloé. Überwiegend ist die Kirche im Renaissancestil gestaltet, zugleich weist sie gotische Nachwirkungen auf. Seit dem 20. März 1980 ist sie im Registro General de Bienes de Interés Cultural eingetragen. An der Kirche lassen sich damit Bauzeit, verantwortliche Bauaufsicht und die Verbindung zweier stilistischer Prägungen gemeinsam ablesen. Der Registereintrag gehört als zeitlich festgelegte Information ebenfalls zur Geschichte des Bauwerks.
Der Pósito wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Getreidespeicher errichtet. Während der napoleonischen Besetzung von 1810 bis 1812 diente er als Unterkunft der französischen Truppen. Heute beherbergt der Pósito die Räumlichkeiten des Museo Municipal von Íllora. In diesen Angaben liegen drei klar voneinander abgegrenzte Nutzungsphasen: die Errichtung als Speicher, die Verwendung während der Besetzung und die heutige museale Nutzung. Der Pósito verbindet damit Baugeschichte, Ortsgeschichte und eine gegenwärtige kulturelle Funktion in einem Gebäude.
Die Genehmigung zur Gründung des Convento de San Pedro de Alcántara wurde 1669 beantragt. Nach der Restaurierung ist das Castillo de Íllora in der Landschaft erkennbar.
Archäologie
Der römische Thermenkomplex umfasst einen gut erhaltenen Heizkessel, schwarz-weiße Tessellatmosaike sowie drei Becken mit Abflussleitungen. Die Anlage bewahrt damit unterschiedliche Bestandteile römischer Badearchitektur an einem Ort. Heiztechnik, Mosaikgestaltung, Becken und Abflussleitungen gehören jeweils zu den benannten Elementen des Komplexes und machen seine bauliche Gliederung nachvollziehbar.
Landschaft
Im Gemeindegebiet von Íllora liegt der Aussichtspunkt Cuesta de Cambril am Südhang der Sierra de Parapanda. Im Gemeindegebiet, nahe dem Ortsteil Alomartes, beginnt der ausgeschilderte Rundweg „Área Recreativa de Alomartes Cerro de los Santos“. Damit sind sowohl ein benannter Aussichtspunkt an einem bestimmten Hang als auch ein ausgeschilderter Weg nahe einem Ortsteil innerhalb des Gemeindegebiets verortet.
Das Erholungsgebiet Parapanda Alomartes ist von Íllora aus über die A-336 in Richtung Alomartes erreichbar. Am Ortseingang biegt man rechts ab und fährt etwa 900 m bis zum Parkplatz. Die Zufahrtsbeschreibung nennt dadurch die Straße, die Fahrtrichtung, den Abzweig am Ortseingang und die ungefähre Strecke bis zum Parkplatz in dieser Reihenfolge.
Musik
Das Parapanda Folk 2026 in Íllora ist das 35. Festival der Rootsmusik. Das IX Foro Folk ist ein jährliches Treffen über Roots-Musik und immaterielles Kulturerbe mit öffentlichen Vorträgen, Gesprächsrunden und Präsentationen im Museo Municipal de Íllora. Das Festival ist damit über seine 35. Ausgabe zeitlich und in seiner Reihe eingeordnet; das Forum wird zusätzlich durch seinen jährlichen Rhythmus, sein Thema und die genannten Veranstaltungsformen charakterisiert.
Besichtigung
Die Iglesia de Santa María de la Encarnación ist von Mai bis September samstags von 18:00 bis 22:00 Uhr frei besichtigbar. Von Oktober bis April ist die freie Besichtigung donnerstags von 16:30 bis 20:30 Uhr möglich. Für die Besichtigung sind somit zwei saisonal getrennte Zeiträume mit jeweils eigenem Wochentag und Abendfenster angegeben. Die genannten Zeiten unterscheiden sich zwischen den Monaten Mai bis September und Oktober bis April.
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