Melegís zwischen Orangenhainen und Kulturerbe
Am linken Ufer des Río Torrente liegt Melegís inmitten von Orangen- und Zitronenhainen. Der Ort verbindet in seinen sichtbaren Bezugspunkten Sakralbau, Flusslandschaft, Aussicht und regionale Festtraditionen.
Weitere Orte: Baúl, Almuñécar, Trevélez, Otura, Sorvilán, Moraleda De Zafayona, Escoznar und Orgiva.
Kultur und Geschichte
Die Iglesia Parroquial de San Juan Evangelista in Melegís ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Monument geschützt. Errichtet wurde die Kirche 1560 mit einer Verbindung von Renaissance- und Mudéjar-Stilelementen. Die erhaltene Dachkonstruktion stammt aus dem Jahr 1599 und wurde von dem Zimmermann Alonso López Zamudio angefertigt.
Die Baugeschichte umfasst damit sowohl das Errichtungsjahr der Kirche als auch die später entstandene, erhaltene Dachkonstruktion. Beide Jahresangaben gehören zu den überlieferten Merkmalen des Bauwerks, dessen vollständiger Name Iglesia Parroquial de San Juan Evangelista lautet.
Zur Anlage gehören damit unterschiedliche zeitliche Bezüge: Auf die Errichtung im Jahr 1560 folgte die heute erhaltene Dachkonstruktion aus dem Jahr 1599. In den Bauteilen verbinden sich außerdem die genannten Renaissance- und Mudéjar-Elemente mit der handwerklichen Arbeit von Alonso López Zamudio.
Aussicht und Landschaft
Der Mirador de las Alvirillas blickt auf den Béznar-Stausee sowie auf Restábal und Pinos del Valle. Neben dem Stausee nennt dieser Aussichtspunkt damit drei klar bezeichnete Ziele seines Blickfelds.
Der Mirador de las Alvirillas beherbergt Skulpturen der Künstlerin Elena Vicente. Die Werke erinnern an Auswanderer, die ihre Heimat verlassen haben.
Von der Loma del Cementerio aus bietet sich ein Panorama auf die Dörfer im unteren Teil des Valle de Lecrín und auf den gesamten Béznar-Stausee. Der Aussichtspunkt richtet sich damit auf den unteren Talbereich und auf den vollständigen Stausee.
Über Wege sind das Ufer des Béznar-Stausees und der Zusammenfluss mit dem Río Torrente erreichbar. Als weiterer örtlicher Bezugspunkt liegt die Thermalquelle El Baño unterhalb des Friedhofs, etwa 2 Kilometer von Melegís entfernt.
Feste und Küche
Beim im März stattfindenden Fest Fiesta de la Naranja in Melegís ist Remojón das Hauptgericht. Zubereitet wird es von Frauen aus dem Ort gemeinsam mit den Organisatoren des Festes.
Im Valle de Lecrín, darunter in Melegís, ist die Zubereitung von Remojón üblich. Der Salat besteht aus Orange, Zwiebel und Oliven; gebratener Kabeljau sowie getrocknete Tomatenstücke gehören ebenfalls zu seinen Bestandteilen.
Traditionell wurde Remojón im Winter zubereitet. Die Feria del Cítrico findet in Melegís jährlich in der Woche vor der Semana Santa statt.
Die Festtraditionen verbinden den Ortsbezug mit der Zitrusfrucht: Die Fiesta de la Naranja wird im März gefeiert, während die Feria del Cítrico jedes Jahr in der Woche vor der Semana Santa stattfindet. Beim ersten Fest steht mit Remojón ein Gericht im Mittelpunkt, dessen Zutaten Orange, Zwiebel, Oliven, gebratener Kabeljau und getrocknete Tomatenstücke umfassen.
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