Montefrío: Kirchen, Festung und archäologische Geschichte
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Foto: Daniel Sebastián Cueto via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Architektur und Geschichte
Die Iglesia de La Encarnación in Montefrío wurde zwischen 1786 und 1802 erbaut. Ihr kreisförmiger Grundriss ist vom Pantheon des Agrippa inspiriert, während die Kuppel 30 Meter groß ist.
Die Fortaleza Árabe entstand im 14. Jahrhundert im Auftrag von Abu Abdallad Yusuf als Teil der nasridischen Befestigungen an der nordwestlichen Grenze des nasridischen Königreichs. Heute sind von ihr ein Turm, Zisternen und Abschnitte der islamischen Mauer oberhalb der modernen Befestigung erhalten.
Die Antigua Iglesia de la Villa wurde im 16. Jahrhundert über den Überresten der arabischen Festung errichtet. Als gotisch-renaissancezeitliche Kirche gehört sie zu den Kirchen der „Siete Villas“, die sämtlich Werke von Diego de Siloé sind.
In der ehemaligen Iglesia de la Villa befindet sich das Centro de Interpretación de la Última Frontera del Al-Ándalus, auch El Centinela genannt. Anhand audiovisueller Materialien und Informationstafeln vermittelt es die mittelalterliche Grenzgeschichte Montefríos, darunter den letzten muslimischen Vorposten in Granada und den fast zweihundertjährigen Konflikt dieser Region.
Die Colección Museográfica Arqueológica de Montefrío in der ehemaligen Casa de Oficios gibt einen Überblick über die Vor-, Früh- und Antike der Provinz Granada insgesamt und insbesondere der Gemeinde Montefrío.
Das Pósito de Montefrío ist ein um 1795 erbautes neoklassizistisches Getreidespeichergebäude und beherbergt heute das Kulturzentrum des Ortes. Die Iglesia de San Antonio, auch „La Panera“ genannt, wurde außerhalb der Stadtmauern von Montefrío zwischen 1737 und 1763 erbaut. Ihre Außenfassade besteht aus Kalksteinquadern; der quadratische Turm besitzt vier durch Gesimse getrennte Baukörper und einen spitz zulaufenden Abschluss mit glasierten Dachziegeln.
Archäologie und Wege
Die private megalithische Nekropole von Peña de los Gitanos wird im Rahmen geführter Besichtigungen zugänglich gemacht. Das archäologische Areal Peñón de los Gitanos dokumentiert Siedlungen vom Neolithikum bis ins Mittelalter.
Das Conjunto Arqueológico Peña de los Gitanos ist ein Natur- und Archäologieareal sowie eine seit 1996 als archäologische Zone anerkannte Stätte von kultureller Bedeutung, ein Bien de Interés Cultural (BIC). Etwa fünf Kilometer von Montefrío entfernt liegt das archäologische Ensemble Peña de los Gitanos mit der prähistorischen Siedlung Castillejos; die Gegend eignet sich zum Wandern, Radfahren und Reiten.
Das kommunale Routenprogramm führt PR-A 246 „Arroyo de los Molinos“ als 13,63 Kilometer lange Wanderroute mit einer geschätzten Dauer von 4 Stunden und 30 Minuten.
Ein Aussichtspunkt außerhalb von Montefrío an der Straße nach Tocón bietet einen Blick auf die auf einem markanten Felsabsturz über den Resten einer Festung gelegene Iglesia de la Villa sowie auf die Iglesia de la Encarnación.
Montefrío gehört zu den bedeutendsten Attraktionen der Ruta de Washington Irving.
Weitere Ortsseiten
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Feste und regionale Küche
„Ventolera“ ist ein Festival verschiedener Blasmusikstile, das in der zweiten Juliwoche stattfindet. Zum Programm gehören Auftritte mit partizipativen und pädagogischen Aktivitäten sowie gastronomische Veranstaltungen und Aktivitäten zur Förderung des kulturellen und landschaftlichen Erbes.
Zur Semana Santa in Montefrío gehört die Prozession „Los Recaícos“ am Karfreitag. Dabei flüstert das Bildnis von Nuestro Padre Jesús Nazareno dem heiligen Johannes eine Botschaft zu, der sie an die Jungfrau der Schmerzen weitergibt.
Bei der Noche de las Lumbres werden im Schein und in der Wärme des Feuers verschiedene Fleischsorten und lokale Wurstwaren verkostet. Bei einer Feier mit volkstümlichen Candelaria-Gesängen tanzen die Menschen um das Feuer und singen diese Lieder.
Zu den Gerichten, die Besucher in Montefrío probieren können, gehören sesos al mojeteo, remojón de San Marcos, choto con ajos, lomo de orza sowie Tortillas mit lokalen Kräutern und Gemüsen wie collejas oder wildem Spargel.
Das Olivenöl aus Montefrío verfügt über eine eigene Denominación de Origen. Traditioneller lokaler Käse wird aus Ziegenmilch oder aus Mischungen von Ziegen- und Kuhmilch hergestellt.
Das Centro de Interpretación Museo del Olivo vermittelt Wissen über den Olivenanbau in der Provinz Granada sowie über die Ethnografie und die Merkmale dieses für die mediterrane Kultur bedeutsamen Anbaus.
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