Campofrío: Sierra, Geschichte und Wege

File:Campofrio 03 iglesia by-dpc.jpg File:Campofrio 03 iglesia by-dpc.jpg Foto: David Perez via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Landschaft und Geschichte

Campofrío liegt am Übergang zwischen der Sierra mit Höhen von über 700 Metern und dem Andévalo, das durch gerundete, sanfte Geländeformen geprägt ist. Dehesas mit Steineichen und verstreute Bestände von Korkeichen bedecken die Hügel rund um Campofrío.

Kultur

Die Plaza de Toros de Campofrío wurde 1717 errichtet und gehört zu den ältesten erhaltenen Stierkampfarenen. Sie ist ein bedeutendes Beispiel volkstümlicher Architektur und liegt neben dem Ortskern im Gebiet El Chorrero. Als Monumento und Bien de Interés Cultural ist die Plaza de Toros de Campofrío in das Allgemeine Verzeichnis des andalusischen Kulturerbes eingetragen. Illustrierte Tafeln neben der Plaza de Toros informieren Besucher über die Geschichte des Coso de Santiago.

Die Fuente-lavaderos de Las Cañadas aus dem Jahr 1878 umfasst zwei Waschhäuser neben der historischen Stierkampfarena. Diese Waschhäuser dienten über Jahrzehnte den Frauen des Ortes als Ort der Arbeit und des geselligen Austauschs.

Die Iglesia de San Miguel Arcángel ist größtenteils neoklassizistisch und bewahrt eine spätgotische Sakristei aus dem späten 15. Jahrhundert, die zu einem früheren mittelalterlichen Tempel gehörte. Die Kirche besitzt einen zweigeschossigen Hauptaltaraufsatz mit einem dorischen Gebälk. Außerdem beherbergt sie eine Darstellung des namensgebenden Erzengels, deren Schnitzarbeit aus der Schule von Montañés stammt.

Archäologische Funde am Cerro de los Cobullos weisen auf ein iberisches Castro hin, dessen Alter möglicherweise bis in die späte Bronzezeit zurückreicht. Am Risco del Tesoro befindet sich eine Nekropole mit Münzen aus der Regierungszeit von Trajan und Hadrian. Archäologische Überreste in Campofrío stehen mit einer mehr als 5.000-jährigen Geschichte des Gebiets in Verbindung; besonders zahlreich sind römische Überreste.

Feste und Handwerk

Die Romería zu Ehren der Santísima Trinidad folgt am Sonntag vor Fronleichnam einem Pilgerweg vom Weiler Ventas de Arriba nach Campofrío. Auf der Plaza de España in Campofrío erhalten Besucher bei dieser Romería den beliebten Pfirsichpunsch. Das Fest zu Ehren des Schutzpatrons Santiago Apóstol findet rund um den 25. Juli über fünf Tage statt und umfasst Veranstaltungen im Coso de Santiago.

Zu den Zubereitungen aus iberischem Schweinefleisch gehört Adobao, ein stark gewürztes Gericht aus Innereien. In Campofrío arbeiten Manuel Bermejo und Dolores Pérez in ihrer Werkstatt mit Ton. Zu den lokalen Handwerkstraditionen gehören außerdem die Bearbeitung von Kork und Holz sowie anthropomorphe Schnitzereien an Schöpflöffeln und anderen Haushaltsgegenständen.

Wege und Natur

Campofrío verfügt über ein Wegenetz, das den Zugang zu seiner natürlichen Umgebung ermöglicht. Zum Wegenetz der Provinz Huelva gehört die Route Campofrío–Mina Concepción mit dem Namen El camino del Odiel. Der Camino de Santiago del Sur ist in den städtischen und ländlichen Bereichen von Campofrío ausgeschildert.

Die Cruz de los Dolores am Puerto de la Picota steht auf einem früheren römischen Wegmarkierungsstein. Vom Aussichtspunkt an der Cruz de los Dolores bietet sich ein Blick auf den Kontrast zwischen der Bergbaulandschaft und der Sierra. Die Puente Viejo del Odiel ist eine etwa vier Kilometer nördlich von Campofrío gelegene römische Steinbrücke.

Anreise

Die Straßenanbindung von Huelva nach Campofrío verläuft über die N-435 (Huelva–Badajoz), die die Sierra de Aracena quert und über Gibraleón, Beas, Valverde del Camino, Zalamea la Real und Riotinto führt.

Weitere Orte

Weitere Orte: Almonte, Chucena, Molares, Puerto de la Laja, Encinasola, Las Delgadas, Punta Umbría, La Granada de Río-Tinto

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huelva.

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