La Nava – Natur, Wanderwege und Kultur
Natur und Ortsbild
La Nava gehört zu den Gemeinden des Parque Natural Sierra de Aracena y Picos de Aroche. Der Ort liegt in einem flachen Talboden an der Zusammenflussstelle der Ribera del Múrtiga und des Río Caliente und ist von steilen Hängen umgeben. Der Río Múrtiga durchquert das Gemeindegebiet von La Nava über 12 Kilometer. Auf dieser Strecke wird er von dichtem Auwald begleitet. Der Flusslauf und die steilen Hänge bestimmen dabei die geografische Einordnung des Ortes ebenso wie seine Lage zwischen den beiden Wasserläufen.
Zum Landschaftsbild gehören Dehesas aus Korkeichen, Steineichen und Quejigo-Eichen. Eine von Olivenhainen bedeckte Kalksteinsierra zählt ebenfalls zu den Landschaftsräumen von La Nava. Auwälder und Obstgärten gehören zu den weiteren genannten Landschaftselementen. Die Obstgärten werden durch alte Bewässerungsgräben arabischen Ursprungs bewässert. So stehen in der Landschaft unterschiedliche Formen der Nutzung und Vegetation nebeneinander: die offenen Dehesas, die von Olivenhainen bedeckte Kalksteinsierra, die bewaldeten Flussbereiche und die bewässerten Obstgärten.
Der traditionelle Ortskern ist von weißen Fassaden, Satteldächern, gepflasterten Straßen und Plätzen mit volkstümlicher Architektur geprägt. Diese Merkmale zeigen sich sowohl an den Häusern als auch in der Gestaltung der Wege und Plätze. Die weißen Fassaden und Satteldächer bilden dabei den baulichen Charakter, während gepflasterte Straßen und Plätze die Struktur des Ortskerns bestimmen.
Wanderwege
Der Wanderweg Sendero La Nava–Valdelarco überquert den Río Múrtigas. Sein Verlauf führt über ein altes Pflaster einer Römerstraße. Anschließend führt der Weg zur Ermita del Salvador im Gemeindegebiet von Valdelarco. Die Route verbindet damit eine Flussquerung, den historischen Straßenbelag und ein Ziel im Gemeindegebiet von Valdelarco.
Der Wanderweg Sendero La Nava–Río Caliente führt zunächst an einem Humilladero vorbei. Später führt er an der Ermita de Nuestra Señora de las Virtudes vorbei. Über die Brücke gelangt man zu den Ruinen einer alten Mühle und zu Wegen, die den Obstgartenbereich erschließen. Der Weg folgt damit einer Abfolge aus religiösem Kleindenkmal, Kapelle, Brücke, Mühlenruinen und den Wegen durch den Obstgartenbereich.
Kultur
Die Ermita de las Virtudes ist ein Mudéjar-Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert. Beim Bau der Ermita de las Virtudes wurden römische Baumaterialien wiederverwendet, darunter Granitquader, Tegulae und Laterculi. An und um die Ermita de las Virtudes sind römische Baureste dokumentiert. Ein römischer Grabaltar wurde in einer ihrer Mauern wiederverwendet. An diesem Bauwerk treffen somit die mittelalterliche Mudéjar-Architektur, wiederverwendete römische Materialien und weitere römische Baureste zusammen.
Der Humilladero del Cristo de los Caminantes stammt aus dem Mai 1495. Auch der Humilladero gehört damit zu den genannten historischen Bauwerken von La Nava und steht zugleich im Zusammenhang mit dem Verlauf des Wanderwegs Sendero La Nava–Río Caliente.
Lokale Tradition
Die Fiesta del Melocotón ist dem emblematischen Pfirsich von La Nava gewidmet und findet am letzten vollständigen Augustwochenende statt. Bei der Fiesta del Melocotón werden mehr als 300 Kilogramm Pfirsiche von den Einwohnern von La Nava geschält. Das Fest verbindet den genannten lokalen Bezug zum Pfirsich mit einem festgelegten Termin und einer gemeinschaftlichen Tätigkeit der Einwohner.
Weitere Ortsseiten: Campofrío, Isla Cristina, Rociana del Condado, Chucena, San Silvestre De Guzmán, Los Marines, Puebla De Guzmán, Valdelarco
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