Palos de la Frontera – historische Orte und Natur
Palos de la Frontera ist der wichtigste Halt auf der Ruta de los Lugares Colombinos.
Kultur und Geschichte
Die Iglesia Parroquial de San Jorge Mártir ist ein gotisch-mudéjares Bauwerk mit drei Mudéjar-Schiffen und einer gotischen Apsis. 1931 wurde die Kirche zum Nationaldenkmal erklärt.
Auf dem Platz der Iglesia Parroquial de San Jorge Mártir wurde im Mai 1492 die Königliche Pragmatische Verordnung verlesen, die Palos die Übergabe von zwei Karavellen an Christoph Kolumbus und zugleich die Anwerbung einheimischer Seeleute auferlegte.
Vom Puerto Histórico de Palos brach am 3. August 1492 die von Christoph Kolumbus und den Brüdern Pinzón geführte Expedition auf. Der Hafen steht damit neben dem Kirchenplatz als weiterer genau benannter Schauplatz der Ereignisse von 1492.
Die Namen Martín Alonso, Vicente Yáñez und Francisco Martín Pinzón verbinden die Casa natal, Museo Martín Alonso Pinzón mit der Familie Pinzón. Das Haus wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut und war der Geburtsort der drei genannten Brüder.
Hafen und historische Häuser
Die Töpferwerkstatt am Puerto Histórico de Palos verfügte über zwölf Brennöfen. Die entdeckte Werkstatt gilt als die vollständigste und am besten erhaltene Töpferwerkstatt in Europa aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Ihre Einordnung in diese beiden Jahrhunderte gehört ebenso zu ihrer historischen Beschreibung wie die Zahl der Brennöfen.
Die Casa natal, Museo Martín Alonso Pinzón war der Geburtsort von Martín Alonso, Vicente Yáñez und Francisco Martín Pinzón. Das Haus wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut.
Die Casa natal, Museo Martín Alonso Pinzón dient derzeit der Erforschung, Bewahrung und dauerhaften Ausstellung von Dokumenten, Bibliografie und Objekten zur Geschichte der Familie Pinzón und von Palos de la Frontera im Zusammenhang mit der Entdeckung Amerikas. Damit umfasst die heutige Funktion des Hauses sowohl Forschung und Bewahrung als auch die dauerhafte Präsentation schriftlicher und gegenständlicher Bestände.
La Fontanilla befindet sich auf einem antiken römischen Brunnenkranz. Ein im 13. Jahrhundert aus Ziegeln errichtetes Mudéjar-Tempelchen beziehungsweise Tetrapylon schützt den Brunnen.
Zur weiteren Ortsauswahl gehört auch La Rábida.
Natur und Wege
Das Naturgebiet Paraje Natural Lagunas de Palos y Las Madres umfasst 693 Hektar. Es liegt in den Gemeinden Palos de la Frontera und Moguer in der Provinz Huelva. Die Flächenangabe bezieht sich damit auf ein Gebiet, das über die Gemeindegrenze von Palos de la Frontera hinaus auch Moguer einschließt.
Der Parque Botánico José Celestino Mutis erstreckt sich über 12 Hektar. Fußwege durchqueren das Gelände und führen zu einer umlaufenden sowie einer inneren Route. Der Parque Botánico José Celestino Mutis dient der Präsentation der spanischen und iberoamerikanischen Flora. Die beiden Wegführungen erschließen dabei ein Gelände, dessen botanischer Schwerpunkt auf diesen beiden Florenräumen liegt.
Das offizielle Tourismusportal nennt außerdem einen Bereich mit geführten Besichtigungen und geplanten Routen über die mobile Anwendung Wikiloc.
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