Alcaudete zwischen Castillo, Olivenöl und Laguna Honda
File:Ayuntamiento de Alcaudete, Plaza Veintiocho de Febrero, Alcaudete, 20 July 2016 (2).JPG
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Kultur und Geschichte
Das Castillo-Palacio de Alcaudete wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert als Teil des Verteidigungsgürtels zum Schutz der westlichen Grenze des Königreichs Jaén errichtet. Das Castillo de Alcaudete gilt als Besucherattraktion; seine mittelalterlichen Mauern veranschaulichen die Schlachten und die adelige Geschichte der Region.
Der offizielle Besichtigungsrundgang durch Alcaudete beginnt an der Plaza de Santa María. Dort steht die Iglesia de Santa María la Mayor mit einem gotischen Baukörper mit drei Schiffen und einer Renaissance-Hauptkapelle. Die Kirche wurde 1931 als Bien de Interés Cultural anerkannt.
Die Iglesia de San Pedro wurde von dem Architekten Francisco del Castillo entworfen und in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von seinem Mitarbeiter Juan de la Monja fertiggestellt. Sie wurde auf den Grundmauern einer früheren Einsiedelei in den neuen Vorstädten errichtet, die sich infolge des starken Bevölkerungswachstums von Alcaudete ab dem 16. Jahrhundert entwickelten.
Das Convento e Iglesia de Santa Clara wurde aufgrund einer am 21. September 1499 in Rom ausgestellten päpstlichen Bulle von Papst Alexander VI. gegründet. Das Bauwerk besitzt in der Provinz Jaén das einzige vollständige Steinportal; es ist in zwei übereinander angeordneten Geschossen gestaltet. Die Iglesia de la Encarnación o del Carmen ist der einzige heute erhaltene Teil des früheren Encarnación-Klosters, dessen Gründung auf den 10. Oktober 1590 datiert.
Im Museo del Aceite de Alcaudete zeigt ein maßstabsgetreues 3D-Modell einer modernen Ölmühle den vollständigen Produktionsprozess.
Routen und Landschaften
Die Ruta de los Miradores ist eine 15 Kilometer lange Route. Sie beginnt etwa einen Kilometer vom Ortszentrum Alcaudetes entfernt und führt bergauf zur Sierra Ahillos. Für Fahrräder gibt es eine Variante, die um die Sierra Ahillos führt.
Die Route Sierra Ahíllos – vuelta bietet mediterrane Flora und Fauna, Quellen und Aussichtspunkte mit Blick auf die Guadalquivir-Landschaft und die Sierra Nevada.
Das Naturschutzgebiet Laguna Honda umfasst 65 Hektar und verfügt zusätzlich über eine 220 Hektar große Schutzzone. Die Laguna Honda ist ein saisonales, endorheisches Feuchtgebiet, das sich mit den ersten Herbstregen füllt und bis zum Frühjahr Wasser führt.
Auf der Ruta de las Lagunas gilt die ehemalige Bahntrasse als strategischer Beobachtungspunkt; die beste Zeit für den Besuch der Lagunen ist der Winter. Die Vía Verde del Aceite verläuft bei Kilometer 50,5 direkt neben dem Naturschutzgebiet Laguna Honda; dort lässt sich die artenreiche Vogelwelt des Feuchtgebiets beobachten.
Nach dem Passieren des Gebäudes, das für die Wohnungen der Eisenbahner bestimmt war, verbindet sich die Vía Verde del Aceite mit ausgeschilderten Fahrradrouten der Sierra Sur de Jaén.
Pilgerwege und Wasser
Die Etappe des Camino Mozárabe zwischen Alcaudete und Baena ist eine 25,4 Kilometer lange Pilgerroute durch Landschaften mit jahrhundertealten Olivenhainen, Landwegen, Bächen und Nebenstraßen. Sie beginnt an der Plaza 28 de Febrero neben dem Rathaus von Alcaudete.
Das Freizeitgebiet Zona recreativa río San Juan liegt am sogenannten Puente Palomillas und bietet Trinkwasserbrunnen, Grillstellen, Tische und Sitzplätze. Dort sind saisonal das Angeln von Bachforellen und Barben sowie das Baden im Fluss möglich.
Feste und regionale Traditionen
Die Fiestas Calatravas de Alcaudete sind als Fest von touristischem Interesse in Andalusien anerkannt und finden seit 2005 am zweiten Juliwochenende statt. Im Mittelpunkt steht seit Jahren eine mittelalterliche Nachstellung, zu der der „Asalto a la Villa de Alcaudete“ gehört.
Olivenöl und Verkostung
Das Oleotourismus-Erlebnis von AOVE Carrasqueño umfasst einen Besuch im Museum „Un día en 1958“ sowie eine praktische Einführung in die Verkostung. Dazu gehört die Degustation verschiedener nativer Olivenöle extra von Carrasqueño.
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