Álora – Castillo, Kirchen und Wege im Guadalhorce-Tal

Geschichte und Baukunst

Auf dem Cerro de las Torres steht das Castillo Árabe von Álora, von dessen Lage sich Ausblicke über das Valle del Guadalhorce öffnen. Die Burg wurde im Mittelalter von den Arabern errichtet und hat phönizische und römische Ursprünge. Ihr Aufbau umfasst zwei unterschiedliche Befestigungsbereiche; im oberen Bereich stehen sechs quadratische Türme. Ein Hufeisenbogen führt in den ummauerten Bereich des Castillo Árabe.

Das Museo Municipal Rafael Lería vermittelt die Geschichte und das archäologische Erbe von Álora von den ersten Bewohnern bis zur Gegenwart. Die Iglesia Nuestra Señora de la Encarnación ist eine große Barockkirche mit drei Schiffen und toskanischen Säulen. Zu ihrer Ausstattung gehören eine Holzdecke im Mudéjar-Stil sowie Fresken aus dem 18. Jahrhundert, auf denen die zwölf Apostel dargestellt sind.

Glaubensorte

Das Convento Santuario de Flores entwickelte sich zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert aus einer Einsiedelei zu einem Franziskanerkonvent. Zu dem Bau gehört ein mit Stuckarbeiten verzierter Camarín. Seit 1502 ist das Convento Santuario de Flores ein Ort der Verehrung der Virgen de Flores.

Die Ermita de Santa Brígida dient seit dem 16. Jahrhundert der Verehrung der Virgen de la Cabeza und bewahrt ein Wandfresko. In der Ermita del Calvario befindet sich eine von Luis Álvarez Duarte geschaffene Skulptur von Nuestro Señor del Huerto.

Landschaft und Wege

Der Aussichtspunkt Mirador 360º liegt an dem Weg, der um den Cerro de las Torres vom Castillo zur Plaza de la Despedía führt. Von dort reicht ein dynamischer 360-Grad-Blick über das Tal.

Die Route über den Monte Hacho ist ein etwa 14 Kilometer langer Rundweg, der im Ortszentrum von Álora beginnt und endet und ungefähr vier Stunden dauert. Sie führt durch Kiefernwälder sowie durch abwechslungsreiche geologische und biologische Landschaften. Unterwegs können unter anderem Gänsegeier und Bergziegen beobachtet werden.

Im näheren Umfeld von Álora befindet sich der südliche Zugang zum Caminito del Rey am Bahnhof El Chorro. Shuttlebusse verbinden ihn in beide Richtungen mit dem nördlichen Zugang beim Guadalhorce-Stausee im Raum Ardales.

Der offizielle Rundgang „Templos de leyenda“ führt durch Álora zu Kirchen, Einsiedeleien und Heiligtümern. Er macht die Entwicklung der Bauwerke sowie die multikulturelle Vergangenheit des Ortes erlebbar.

Weitere Orte

Weitere Ziele, die Sie hier entdecken können, sind Benalauría, Igualeja, Cajiz, Villafranco del Guadalhorce, Ojén, Monda, Alozaina und El Borge.

Kultur

Der architektonische Komplex des Aljibe árabe umfasst eine alte Ölmühle aus dem 16. Jahrhundert im historischen Ortszentrum. Sie gilt als bedeutendes Zeugnis der lokalen Industriearchäologie.

Eine 1974 von Marino Amaya geschaffene Bronzeskulptur ehrt Frauen, die in den Obstgärten der Vega del Guadalhorce Zitrusfrüchte sammelten und verarbeiteten. Ein von Miguel García Navas geschaffenes Monument thematisiert die Entstehung des Flamenco-Stils Malagueña Cunera in Álora und nennt die Sänger, die Álora im Laufe der Geschichte hervorgebracht hat.

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