Cuevas Bajas: Kultur, Feste und Wege am Genil
Kultur
Im Zentrum von Cuevas Bajas steht auf einem Platz die heutige Iglesia Parroquial de San Juan Bautista. Sie stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde über einer kleineren früheren Kirche errichtet. Drei durch Rundbögen auf kräftigen Pfeilern getrennte Schiffe prägen den Innenraum; seitlich links liegt die Capilla del Sagrario, die als ungewöhnliches Merkmal der Kirche gilt.
Ein mehr als 15 Meter langes Wegzeichen begrüßt die Ankommenden an der Calle Archidona. Zu den historischen Denkmälern von Cuevas Bajas gehören die Hornos del Cedrón. Dort steht eine ehemalige Mühle aus dem 19. Jahrhundert, die zum Mahlen von Oliven zur Ölgewinnung genutzt wurde; erhalten ist der Gegengewichtsturm mit regelmäßigem Grundriss und Walmdach. Im jüdisch geprägten Weiler El Cedrón bewahrt ein kürzlich restaurierter gemeinschaftlicher Ofen die örtliche Geschichte. Der moriskisch geprägte Weiler La Moheda bewahrt zudem eine alte öffentliche Quelle am Weg.
Feste und Küche
Die Karwoche in Cuevas Bajas hat Vorläufer seit dem 17. Jahrhundert und umfasst Prozessionen am Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag. Die Feier der Zanahoria Morá findet jedes Jahr am ersten Sonntag im Dezember statt und umfasst Aktivitäten für Kinder sowie gastronomische, musikalische und kulturelle Programmpunkte.
Das Fest San Marcos am 25. April umfasst die örtliche Tradition „Atar al diablo“, bei der ein Knoten in eine Jaramago-Pflanze gebunden wird. Zur San-Marcos-Tradition gehören außerdem tortas de aceite und Hornazo, ein ringförmiges Brot mit einem darin gebackenen Ei. Das San-Juan-Fest verbindet eine Wallfahrt in den Pappelbeständen am Genil mit einem traditionellen Paella-Essen. Die Fiesta del Agua y la Siembra findet jedes Jahr in der letzten Juliwoche statt und markiert die Aussaatzeit der charakteristischen violetten Karotte von Cuevas Bajas.
Resoli ist ein traditionelles Getränk aus Cuevas Bajas mit Aguardiente, Kaffee, Zucker, Zimt, Zitronenschale und Zitronenverbene. Die Familienrezepte unterscheiden sich und werden über Generationen weitergegeben.
Natur
Die Noria de la Agusadera ist ein Bewässerungswasserrad aus dem 19. Jahrhundert, das im Gebiet La Agusadera Wasser aus dem Genil schöpfte. Sie fügt sich in die Landschaft des Soto del Río Genil ein.
Die in „Aves y Paisajes“ beschriebene Route in Cuevas Bajas ist linear, 3.100 Meter lang und als leicht eingestuft. Sie führt durch Ufervegetation, Buschland, Olivenhaine und Getreidefelder. Zu ihr gehört ein Vogelbeobachtungspunkt nahe dem Lago de los Fernández.
Unterwegs
La ruta de la fuente verbindet die Fuente del Pilar mit der Fuente del Botijo und führt zu wichtigen Sehenswürdigkeiten und örtlichen Traditionen in Cuevas Bajas. Beim Rafting auf dem Genil liegen der Treffpunkt und der betreffende Abschnitt der Aktivität in Cuevas Bajas. Die empfohlene Saison für das Rafting beginnt im April; im Sommer führt der Fluss mehr Wasser. Der beschriebene Abschnitt eignet sich wegen seiner flachen und abfallenden Teilstrecken für Familienausflüge.
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