Cuevas De San Marcos: Natur, Wege und Geschichte
Landschaft zwischen Fels und Wasser
Die Hänge der Falla de la Sierra del Camorro weisen Höhlen und Siedlungsspuren aus prähistorischer Zeit auf.
Der Fluss Genil durchquert Cuevas de San Marcos und bildet den Iznájar-Stausee. Der lineare Weg „Valle del Genil y presa del Pantano de Iznájar“ ist 3.216 Meter lang und liegt in Cuevas de San Marcos. Sein Name verweist auf diese Landschaft.
Wege und Aktivitäten
Ein zweiter Weg in Cuevas de San Marcos ist der Rundweg „Falla de la Sierra del Camorro“. Er ist 4.631 Meter lang und trägt damit eine klar ausgewiesene eigene Streckenlänge. Die beiden Wege unterscheiden sich bereits in ihrer Bezeichnung, ihrer Form und in ihrer jeweiligen Länge.
Das Bike Territory Sierra Norte de Málaga bietet Radtourismus-Routen durch mehrere Gemeinden, darunter Cuevas De San Marcos. In den teilnehmenden Gemeinden des Bike Territory Sierra Norte de Málaga, darunter Cuevas De San Marcos, gibt es Zentren mit Umkleiden, Duschen, Parkplätzen und Bereichen zum Ausleihen von Ausrüstung für Radreisende.
In Cuevas de San Marcos gibt es außerdem mehrere Klettersteige.
Historische Spuren rund um Belda und den Camorro
Zu den Überresten aus der arabischen Zeit am Cerro del Camorro, der auch Cerro del Chamorro heißt, gehören eine Burgruine beziehungsweise ein Burgstandort, Pflasterflächen, Abschnitte verputzter Mauern und zahlreiche Keramiken mit Schnurverzierung aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Die Cueva de Belda enthält Überreste der Dolmenkultur. Dazu gehört der Menhir bei Las Cruces, der örtlich als „Steinkind“ bezeichnet wird. Ein Menhir ist ein aufgerichteter Stein.
Auch Belda reicht in den historischen Überlieferungen weit zurück: Ptolemaios erwähnt das Dorf Belda im Jahr 298 v. Chr. In Belda gefundene Särge, Amphoren und Münzen aus der späten Kaiserzeit gelten als Hinweise auf eine bedeutende römische Siedlung. Die Ermita del Carmen in Cuevas De San Marcos ist eine Einsiedelei aus dem 18. Jahrhundert. Eine Einsiedelei ist ein religiöser Rückzugsort.
Feste, Brauch und Küche
Die San-Marcos-Feierlichkeiten in Cuevas De San Marcos beginnen mit einem Gottesdienst, einem Triduum und Bittgängen um Regen. Ein Triduum bezeichnet eine dreitägige Folge religiöser Feiern. Dabei werden Gebete mit sehr altem Ursprung bewahrt und weitergegeben. Ein eigener Brauch trägt den Namen „den Teufel festbinden“: Dorfbewohner binden dabei einen Knoten in eine Handvoll Gras oder Stroh, ohne die Halme zu brechen.
Zur kulinarischen Seite von Cuevas De San Marcos gehört eine typische Suppe, die aus Saubohnen, Ei und Koriander zubereitet wird. So stehen neben Landschaft, Wegen und historischen Spuren auch ein lokales Fest, ein überlieferter Brauch und eine konkrete regionale Speise für die unterschiedlichen Facetten des Ortes.
Weitere Ziele im Umfeld: Villanueva De Algaidas, Villanueva De Tapia, Los Llanos, La Cala del Moral, Bermejo, Mondrón, Coín und Marbella.
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