Coín: Klosterkultur, Altstadtspuren und Natur
File:Callistemon viminalis (Weeping bottlebrush), Coín, Spain.jpg
Foto: Bj.schoenmakers via Wikimedia Commons, CC0
Coíns historisches Zentrum bildet rund um die frühere arabische Mauer, Häuser mit Mauerresten und die Eingangstore der früheren Stadt eine dauerhafte Ausstellung. In den verschiedenen Straßen von Coíns historischem Zentrum finden Besucher Informationstafeln zur Geschichte der Stadt. Bodenmosaike, Informationstafeln und Projektionen mit arabischen Motiven markieren im Zentrum den Verlauf der früheren arabischen Mauer.
Kultur und historische Zeugnisse
Das ehemalige Kloster Santa María de la Encarnación ist seit 2008 als Kulturgut von besonderem Interesse (BIC) eingestuft. Das restaurierte ehemalige Kloster wird kulturell genutzt und beherbergt das Centro Antonio Reyna Manescau. Dort werden Originalgemälde, Fotografien, Dokumente, Veröffentlichungen und persönliche Gegenstände gezeigt, die mit dem Künstler verbunden sind. In den Ausstellungssälen des ehemaligen Klosters ist außerdem eine Auswahl früher, aus Feuerstein und Quarzit gefertigter Steinwerkzeuge zu sehen. Ebenso werden dort originale und nachgebildete, von Hand gefertigte Keramikgefäße aus dem Neolithikum, dem Chalkolithikum und der Bronzezeit gezeigt.
Das Conjunto Monástico Rupestre gilt als das älteste erhaltene Denkmal in Coín. Es wird auf das 8. bis 10. Jahrhundert datiert, wahrscheinlich eher auf das 9. bis 10. Jahrhundert; für diese Datierung wurden eine mozarabische Chronologie und Vergleiche mit ähnlichen Anlagen in der Umgebung herangezogen. Das Conjunto Monástico Rupestre befindet sich in Privatbesitz und ist nur an bestimmten Tagen oder zu einzelnen Veranstaltungen für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Iglesia de San Juan Bautista ist im Allgemeinen Katalog des andalusischen historischen Kulturerbes als Denkmal eingetragen. Ihre Architektur weist Elemente der Renaissance, des Gotik-Mudéjar-Stils und des Barock auf. Der Bau der Kirche begann 1505.
Natur und Radroute
Die La-Jara-BTT-Route kann in Coín begonnen werden, ist 26,6 Kilometer lang und weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf. Der Corredor Verde Ciclable führt durch Ufervegetation sowie durch Lebensräume für Vögel, Schildkröten, Amphibien und Fische. Das Erholungsgebiet am Quellgebiet El Nacimiento umfasst Picknickplätze, einen See und den kleinen Rundweg Bosque de los libros.
Küche und Feste
Die traditionelle Küche von Coín basiert auf Erzeugnissen aus den Gemüsegärten und umfasst unter anderem Sopa hervía, Sopa poncima, Gazpachuelo malagueño, Puchero und im Winter Berza con pringá. Bei der Fiesta de la Naranja können Besucher frisch gepressten Orangensaft, Orangensalat mit Kabeljau und Sopa hervía kostenlos probieren. Die Fiesta de la Naranja ist als „Fiesta de Singularidad Turística Provincial“ ausgezeichnet und stellt landwirtschaftliche Lebensmittel aus Coín sowie lokales Kunsthandwerk vor.
Die Frühlingsfeste von Coín haben ihren Ursprung in einer alten landwirtschaftlichen Tradition, mit der die erwartete gute Ernte gefeiert wurde. Die Romería zu Ehren der Virgen de la Fuensanta umfasst am ersten Samstag im Juni eine Pilgerfahrt mit geschmückten Wagen zur Wallfahrtskapelle sowie am Sonntagnachmittag eine Rückprozession mit Gesang und Tanz.
Regionale Einordnung
Coín liegt im Guadalhorce-Tal, an der Gran Senda de Málaga, und gilt als einer der Zugänge zum Nationalpark Sierra de las Nieves.
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