La Cimada: Weinbau, Sevillanas und ländliches Andalusien
Ländliche Landschaft und Weinbau
Rund um La Cimada ist die Landschaft hügelig. Große Getreideflächen wechseln sich mit Dehesas aus Steineichen ab; aufgrund der Wasserressourcen des Flusses Guadalcobacín gibt es im Gebiet außerdem zahlreiche bewässerte Gärten und Olivenhaine. Für die Beobachtung vor Ort entsteht dadurch ein Wechsel zwischen offenen Agrarflächen, baumbestandenen Dehesas und bewässerten Kulturräumen. Wer ländliche Landschaften bewusst wahrnimmt, kann hier unterschiedliche Formen der Nutzung und Vegetation nebeneinander betrachten. Die Umgebung bildet damit einen eigenständigen Schwerpunkt neben den kulturellen Themen des Ortes.
Bodegas Morosanto ist ein Weingut auf dem ehemaligen Gut Cortijo Morosanto in La Cimada. Das Gut umfasst rund 30 Hektar und dient hauptsächlich dem Weinbau; außerdem wachsen dort Olivenbäume und Steineichen. Bodegas Morosanto bietet einen enotouristischen Besuch mit einer Führung durch das Weingut und einer geführten Weinverkostung an. Für Besucher stehen damit sowohl die Größe und landwirtschaftliche Prägung des Guts als auch ein fest umrissener Besuchsablauf im Mittelpunkt. Führung und Verkostung setzen zwei unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb des Weinthemas.
Zum Gut Morosanto gehört eine römische Kelter, die zu einer Sklavenvilla aus dem 1. bis 5. Jahrhundert gehörte. Die Kelter setzt neben dem Weinbau eine historische Spur. So liegen auf dem Gut landwirtschaftliche Nutzung und ein archäologischer Bezug dicht beieinander, während die Datierung den Blick weit über die heutige Nutzung hinausführt.
Feste, Musik und lokale Tradition
Die traditionellen Cruces de Mayo von La Cimada werden am 15., 16. und 17. Mai mit zahlreichen Aktivitäten für Einwohner und Besucher aller Altersgruppen gefeiert. An diesen Tagen umfasst das Programm musikalische Darbietungen, volkstümliche Aktivitäten, eine Messe und eine traditionelle Prozession. Für den Samstag ist außerdem eine Paella geplant. Die drei Festtage bringen damit unterschiedliche Ausdrucksformen zusammen: Musik, volkstümliches Brauchtum, religiöse Feier und eine Paella gehören zu demselben Programm.
Während der Aufzeichnung interpretierten Mitglieder des Kulturvereins von La Cimada bis zu sieben Teile der alten Sevillanas von La Cimada. Die historischen „Sevillanas de La Cimada“ sollen in die Audiovisuelle Enzyklopädie der Folklore von Málaga aufgenommen werden. Die lokale Musikkultur tritt dadurch sowohl als aufgeführtes Repertoire als auch als Vorhaben mit überregionalem Bezug hervor. Der musikalische Schwerpunkt erweitert die kulturellen Themen von La Cimada um ein eigenständiges Repertoire und eine eigene Überlieferung.
Zufahrt und Tagesplanung
Die ländliche Siedlung La Cimada ist über die Provinzstraße MA-429 von der Seite der Provinz Cádiz und über die MA-428 von Ronda aus erreichbar. Für die Tagesplanung bildet die gewählte Anfahrtsrichtung einen eigenen Ausgangspunkt, wenn Landschaft, Gut und Kulturthemen miteinander verbunden werden sollen.
Weitere Ziele: Pizarra, Archidona, Teba, Marina de Casares, Estepona, Guadalmina, Manilva, Mijas.
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