Pizarra: Wanderwege, Kultur und Natur
Wandern und Wege
Durch die Sierra de Gibralmora verläuft das Wanderwegenetz SL-A 213. Es verbindet Pizarra mit Cerralba sowie Cerralba mit Zalea und El Santo.
Der Abschnitt El Santo ist ein 5.868 Meter langer linearer Weg von der Área recreativa Raja Ancha zur Calle Ermita mit einer geschätzten Gehzeit von 2 Stunden und 45 Minuten.
An der SL-A 213 bietet die Área recreativa Raja Ancha einen Aussichtspunkt sowie einen Erholungsbereich mit Grillstellen, Tischen und Bänken.
Die PR-A 118 „Contrastes y Azahar“ ist ein von der Junta de Andalucía homologierter und ausgeschilderter Rundwanderweg durch Pizarra. Ihre Gesamtlänge beträgt 52 Kilometer, aufgeteilt in vier Abschnitte.
Die Route führt durch Flussgärten mit Zitrusbäumen sowie durch Trockengebiete mit Johannisbrot- und Mandelbäumen und typischen Cortijos.
Informationstafeln entlang der PR-A 118 weisen auf die Denkmäler und archäologischen Überreste von Pizarra hin.
Kultur und Geschichte
Das Museo Municipal de Pizarra befindet sich im Cortijo Casablanca beziehungsweise Cortijo del Arte. Es zeigt archäologische und ethnografische Stücke sowie Werke des US-amerikanischen Malers Gino Hollander.
Die Ermita La Fuensanta wurde im 16. Jahrhundert über einer alten, halb in den Fels eingebauten mozarabischen Kirche errichtet und besitzt ein einziges, in den Fels gehauenes Schiff.
Die Ermita La Fuensanta dient als natürlicher Aussichtspunkt mit Blick auf die zitrusbewachsene Vega, die Brücken über den Guadalhorce und die Sierra de las Nieves.
Auf Castillejos de Quintana sind Reste einer mozarabischen Siedlung mit zahlreichen halb in den Fels eingetieften Wohnhäusern, vollständig in den Fels gehauenen Gräbern und einem ehemaligen Steinbruch erhalten.
Die Nekropole von Castillejos de Quintana umfasst etwa zwanzig in den Fels gehauene Gräber.
Castillejos de Luna beherbergt eine Nekropole aus der Bronzezeit mit Bestattungen in kistenförmigen Steingräbern.
Die Torre Árabe de la Cruz in der Sierra de Gibralmora diente als Überwachungs- und Kommunikationspunkt zwischen den Burgen von Álora und Cártama.
Die Iglesia San Pedro Apóstol ist eine einschiffige Mudéjar-Kirche mit einer kunstvoll gestalteten Artesonado-Holzdecke.
Ihr Turm hat einen quadratischen Grundriss und besteht aus drei Geschossen: Die ersten beiden sind aus Mauerwerk, das dritte aus Ziegeln.
Das Baptisterium der Iglesia San Pedro Apóstol beherbergt ein Gemälde des heiligen Johannes des Täufers aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts von einem unbekannten Künstler.
Natur und Vogelbeobachtung
Der ornithologische Rundweg „Subida al Santo“ ist 5.290 Meter lang und kann zu Fuß begangen oder mit dem Mountainbike befahren werden.
Zwischen Mai und August kommen am El Santo nachts Braune Ziegenmelker, die in der Gegend brüten, zu den von der künstlichen Beleuchtung angelockten Insekten, um sich davon zu ernähren.
Der ornithologische Weg „Gibralmora“ ist ein 11.000 Meter langer linearer Weg. Er führt bis zum Gipfel der Sierra und bietet Ausblicke auf die umliegende Landschaft.
Der ornithologische Weg „La Charcuela“ führt an einem Abschnitt des Mittel- und Unterlaufs des Guadalhorce entlang, an dem unter anderem Wasservögel, Greifvögel sowie insektenfressende und körnerfressende Vögel vorkommen.
Der ornithologische Rundweg „La Charcuela“ ist 3.300 Meter lang, kann zu Fuß oder mit dem Mountainbike genutzt werden und dauert schätzungsweise eine Stunde.
Das Umfeld von Paraje El Santo ist von mediterranem Buschland und wild wachsenden Bäumen wie Johannisbrotbäumen, wilden Oliven, Steineichen, Kermeseichen und Zürgelbäumen geprägt.
Das Monument Sagrado Corazón de Jesús steht an einem der höchsten Punkte der Sierra de Gibralmora und blickt auf Pizarra und seine Vega.
Feste und lokale Küche
Die Romería „El Santo“ findet jedes Jahr am 28. Februar statt; zahlreiche Teilnehmende kommen zu Fuß oder zu Pferd.
Die Ruta de la Tapa findet in Pizarra seit 2007 statt und ist als „Fiesta Singular de la Provincia de Málaga“ anerkannt.
Bei der Ruta de la Tapa führt ein Routenplan Besucherinnen und Besucher durch teilnehmende Bars und Restaurants in Pizarra, wo sie verschiedene lokale Tapas probieren können.
Die Semana Santa in Pizarra wird von drei Bruderschaften koordiniert, die für die Prozessionen verantwortlich sind.
Die traditionelle „Rifa“ der Nuestra Señora de la Fuensanta findet am 15. August statt und ist als „Fiesta de Interés Turístico de Andalucía“ anerkannt.
Mobilität und Etappen
Der Autobús Municipal verbindet Pizarra montags bis freitags tagsüber mit den Ortsteilen Cerralba, Zalea und Gibralmora.
Etappe 03 verläuft von Pizarra zur Estación de Cártama.
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