Chirivel: Natur, Geschichte und Traditionen

File:Chirivel - Casa del Minero.jpg File:Chirivel - Casa del Minero.jpg Foto: El rincón de Los Vélez via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Natur und Wanderwege

Der Wanderweg La Sabina beginnt in der Nähe der Cortijada del Mojonar in Chirivel und ermöglicht im Naturpark Sierra María-Los Vélez die Beobachtung der drei Sabina-Arten sabina mora, sabina albar und sabina rastrera. Als linearer Weg umfasst La Sabina 9,768 Kilometer einfache Strecke, dauert fünf Stunden und weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf. Er führt zu einem Aussichtspunkt mit Blick über den Chirivel-Korridor, einen historischen Verkehrsweg zwischen der Levante und Andalusien, sowie auf die Sierra de las Estancias und die Filabres.

Das Naturdenkmal Sabina Albar liegt in Chirivel. Es ist in den Naturpark Sierra María-Los Vélez sowie in die Schutzgebiete ZEC und ZEPA Sierra María-Los Vélez eingebunden. Bei der Sabina Albar handelt es sich um ein Exemplar von Juniperus thurifera, das in der Provinz Almería aufgrund seiner Größe und seines geschätzten Alters von 600 bis 1.000 Jahren einzigartig ist.

Weitere Reiseziele sind Fernán Pérez, Villaricos, Bayárcal, Cóbdar, Santa María del Águila, Almería, Sorbas und Serón.

Geschichte und Baukultur

Die römische archäologische Fundstätte El Villar wurde von der römischen Straße Vía Augusta zwischen Cartagena und Cádiz durchquert. Es wird angenommen, dass El Villar aus einer Gruppe römischer Villen bestand; in dieser Gruppe wurden eine Statue aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., ein geometrisches Mosaik, ein Vorratssilo und häusliche Räume gefunden. El Villar ist als Kulturgut von besonderem Interesse in der Kategorie einer archäologischen Zone ausgewiesen.

Die Reste der aus der Nasridenzeit stammenden Festung Velad Al-Ahmar liegen auf dem Cerro del Castellón. Die Iglesia Parroquial de San Isidoro wurde Ende des 19. Jahrhunderts in einer Mischung aus neoklassizistischem und historistischem Stil erbaut. Sie hat drei Schiffe und einen an der Nordseite angebauten Turm. In der Iglesia Parroquial de San Isidoro befindet sich ein Luis Tristán zugeschriebenes Gemälde; Luis Tristán gilt als Schüler von El Greco.

Die Casa del Minero wurde 1906 im Auftrag eines Minenbesitzers aus Cartagena als modernistisches Wohnhaus im Art-déco-Stil erbaut. Sie bewahrt dekorierte Wände, Decken und Türen sowie eine schmiedeeiserne Treppe.

Feste und Küche

Die Lieder des Rosario de la Aurora werden beim Patronatsfest zu Ehren von San Isidoro in der vorletzten Augustwoche gesungen; dabei wird die Musik im Morgengrauen durch die Straßen des Ortes getragen. Die Cuadrillas de ánimas werden in Chirivel bei wichtigen Festen, vorzugsweise zu Weihnachten, von Gruppen von Personen aufgeführt, die musizieren.

Parrandas sind ein für den Osten der Provinz Almería sowie die benachbarten Regionen Murcia und Albacete typischer Tanz, der von Kastagnetten, Gitarren, Violinen und Bandurrien begleitet wird. Zu den charakteristischen Gerichten der Küche von Chirivel gehören Potaje de trigo, Asado de cabezas und Migas.

Zu den traditionellen Süßspeisen von Chirivel gehören Gebäck arabischen Ursprungs, Gachas, Tortas de la Virgen, Roscos de naranja, Roscos chiri und Barquillos.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Almeria.

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