Almedinilla: Römisches Erbe, Landschaft und lebendige Feste
Unterkünfte in Almedinilla
Die Römische Villa „El Ruedo“ stammt aus dem 1. bis 7. Jahrhundert n. Chr. und weist eine der vollständigsten erhaltenen Grundflächen ihrer Art auf der Iberischen Halbinsel auf. Die Anlage ist als Kulturgut von kulturellem Interesse ausgewiesen.
Kultur
Das Historisch-Archäologische Museum erstreckt sich über 1.200 m², die auf vier Räume verteilt sind. Der Museumsbereich „Sala del Aceite y del Olivo“ erläutert die verschiedenen historischen Verwendungen von Öl und bewahrt originale Maschinen einer alten Ölmühle aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Die Iberische Siedlung „El Cerro de La Cruz“ ist als Kulturgut von kulturellem Interesse ausgewiesen und gehört zu den wenigen ausgegrabenen Siedlungen der späten Iberischen Zeit aus dem 2. und 3. Jahrhundert in Andalusien.
Die heutige Kirche San Juan Bautista wurde 1978 errichtet; von der früheren, 1769 erbauten Kirche ist nur das Mauerwerk erhalten. Im Inneren befinden sich ein lebensgroßes, anonymes Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert mit sevillanischen Stilmerkmalen der Mitte des 17. Jahrhunderts sowie eine polychrome, gekochte Holzschnitzerei des heiligen Johannes des Täufers aus der Werkstatt von Alonso de Mena aus der Zeit um 1630.
Der Uhrturm von Almedinilla wurde 1934 während der Zweiten Republik errichtet. In den Räumen der Römischen Villa „El Ruedo“ wurden Werke eingeladener Künstlerinnen und Künstler präsentiert, um die archäologische Stätte durch zeitgenössische Kunst zu erläutern und zu reflektieren.
Weitere Reiseziele zur Entdeckung sind La Guijarrosa, Zambra, Fernán-Núñez, Montemayor, El Cañuelo, Pozoblanco, La Celada und Pedro Abad.
Landschaft und Wege
Der Weg Salto del Caballo verläuft parallel zum Fluss Caicena und führt zum Wasserfall Salto del Caballo. Die Wanderroute Salto del Caballo ist 1,5 km lang, dauert ungefähr 45 Minuten und ist als leicht eingestuft.
Die Wanderroute Arroyo Granada beginnt am Landschaftsgebiet Fuente Ribera. Sie ist 12 km lang, dauert ungefähr drei Stunden und ist als mittelschwer eingestuft.
Die Route Arroyo Granada führt an traditionellen Olivenhainen nahe Fuente Grande vorbei und endet im Weiler Venta Valero, der an die Provinzen Granada und Jaén grenzt.
Das Landschaftsgebiet Fuente Ribera umfasst historische öffentliche Waschplätze und eine wasserbetriebene Getreidemühle, die in den 1920er Jahren auch zur Stromerzeugung beitrug. Der Felsen Peña del Pingorote bietet einen Panoramablick über Almedinilla.
Veranstaltungen
Das Festum umfasst Besuche der archäologischen Fundstätten mit theatralischen Darstellungen historischer Rekonstruktionen. Seine „Calle Romana“ stellt den Alltag der Römerinnen und Römer dar und umfasst Stände mit handwerklichen Reproduktionen, römische Häuser, Rituale und eine römische Taverne.
Almedinilla veranstaltet seit 2016 jedes Jahr im April das Jugendfestival für griechisch-römisches Theater „Villa de los Sueños“; daran nehmen Gruppen aus ganz Andalusien teil. Das Festival bringt klassische griechische und lateinische Theatertexte Schülerinnen und Schülern weiterführender Schulen näher.
Im Workshop zu römischen Mosaiken kann jede teilnehmende Person anhand einer Vorlage mit Gipssteinchen ein eigenes Mosaik anfertigen. Der Palacio Real de Los Reyes Magos bietet an bestimmten Tagen Ende Dezember und Anfang Januar einen Familienrundgang durch die Räume des Palasts mit Figuren und einer Handlung rund um magische Schlüssel.
In Almedinilla wird in der Nacht des 23. Juni zum Fest San Juan die Nacht von „La Encantá“ gefeiert. Sie umfasst einen Umzug durch den Ort, vier Stationen mit Darstellungen der Naturelemente Erde, Wasser, Wind und Feuer sowie eine historische Nachstellung am Fluss Caicena.
Zwischen März und April findet in Almedinilla ein Amateurtheaterfestival statt.
Römische Tafel
Das Erlebnis „Convivium – Die Freuden der römischen Tafel“ umfasst römische Rituale wie Parfümzeremonien, Händewaschen und Krönung sowie römische Pantomime. „Die Freuden der römischen Tafel“ beziehungsweise „Convivium“ bietet ein Mittag- oder Abendessen mit Rezepten aus der „Reconquinaria“ von Marco Gavio Apicius aus dem 1. Jahrhundert. Das Erlebnis findet gewöhnlich samstags und sonntags statt.
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