Pedro Abad: Kirchen, römische Spuren und Flusslandschaft
Unterkünfte in Pedro Abad
Kultur und religiöses Erbe
Die Parroquia de Nuestra Señora de la Asunción in Pedro Abad hat ihren Ursprung im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts und bewahrt ihren ursprünglichen Grundriss mit drei Schiffen. Ihre Fassade besitzt ein Portal aus dem 16. Jahrhundert mit Rundbogen, kassettierten Pilastern sowie einer Dekoration, die gotische und Renaissance-Motive verbindet.
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Foto: CFA1877 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die Iglesia de Santa Rafaela María wurde 1950 als historistischer, einschiffiger und gewölbter Kirchenbau mit Elementen aus polychromem Marmor errichtet. Unter ihrem Altar befindet sich eine Krypta, in der Angehörige von Santa Rafaela María bestattet sind.
Das Convento de las Esclavas del Sagrado Corazón de Jesús ist das Geburtshaus von Santa Rafaela María. In dem Zimmer, in dem sie geboren wurde, befindet sich ein Oratorium; außerdem beherbergt das Kloster das Museum von Santa Rafaela María.
Das Pósito Municipal stammt aus dem Jahr 1785 und wurde aus lokalem Molinaza-Stein errichtet. Heute beherbergt das Gebäude das Centro de Arte Contemporáneo.
Die Mezquita Basharat verfügt über eine Bibliothek mit zahlreichen islamischen Texten in verschiedenen Sprachen und Dialekten. Sie gilt als die erste in Spanien nach fast acht Jahrhunderten errichtete Moschee.
Weitere Ziele dieser Ortsauswahl sind Encinas Reales, Luque, Aguilar De La Frontera, Hinojosa Del Duque, Nueva Carteya, Cerro Muriano, Fuente Palmera und Peñarroya-Pueblonuevo.
Römische Spuren
Die antike römische Stadt Sacili Martialis, auch Sacili Martialium genannt, liegt auf dem Landgut Alcurrucén in Pedro Abad. Die Ruta Calzadas Romanas ist eine 10 Kilometer lange lineare Route mittleren Schwierigkeitsgrads, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad begehbar beziehungsweise befahrbar ist.
Die Ruta Calzadas Romanas führt bis zum Cerro de Alcurrucén, wo zahlreiche Überreste der verschwundenen römischen Stadt Sacili Martialium gefunden wurden. Sacili Martialis beziehungsweise Martialium hat außerdem ein bekanntes Repertoire an Marmorskulpturen hervorgebracht, von denen die meisten offenbar zu einer der julisch-claudischen Dynastie gewidmeten Statuengruppe gehörten.
Im Umfeld von Pedro Abad wurden die beiden römischen Bronzen Efebos Apolíneo und Dionisíaco gefunden, die als außergewöhnliche Entdeckung gelten. Sie sollen dauerhaft im Museo Arqueológico de Córdoba aufbewahrt werden; dort war für Herbst 2024 eine öffentliche Ausstellung vorgesehen.
Flussgebiet und Wege
In der Nähe von Pedro Abad liegt die Presa El Salto, ein neomaurisches Ensemble aus Talsperre und Kraftwerk. Das Bauwerk ist als BIC-Monument im Gemeindegebiet von El Carpio ausgewiesen und liegt an der Straße Pedro Abad–Adamuz.
Das Embarcadero Recreativo y Centro Acuático de Pedro Abad ist von der A-4 über die Ausfahrt 367 in Richtung Sevilla oder die Ausfahrt 370 in Richtung Madrid erreichbar. Anschließend führt der Camino de Alcurrucén über die CO-410 etwa 5 Kilometer bis zum Ziel.
Das Embarcadero eignet sich für Kanufahren, Rudern, Paddleboarding, Radtouren, Wandern und Vogelbeobachtung. Der Flussbereich dort liegt innerhalb des Natura-2000-Gebiets von besonderer Erhaltungsbedeutung für den mittleren Guadalquivir und bietet zahlreichen Vögeln und Säugetieren Lebensraum.
Feste und Bräuche
El Prendimiento ist eine Prozession am Gründonnerstag in Pedro Abad. Ihre Tradition geht auf das 17. Jahrhundert zurück und beruht auf einem älteren religiösen Mysterienspiel nach Texten aus den Evangelien.
La Quema de los Judas findet am Abend des Karsamstags in Pedro Abad statt. Dabei werden groteske Judas-Puppen, die in den Straßen aufgehängt wurden, unter Trommelklängen, Spott und ausgelassener Nachbarschaftsstimmung verbrannt.
Die Fiesta de Santa Rafaela María findet jedes Jahr am 18. Mai statt und umfasst eine dreitägige Straßenfeier in der Calle Madre Filomena.
Am 1. Mai um 10 Uhr startet die Romería de Santiago el Menor an der Parroquia de la Asunción auf der Plaza de Andalucía und führt Santiago zu seiner neuen Einsiedelei auf dem Cerro de las Graveras. Bei den Festlichkeiten zu Ehren von Santiago el Menor werden die traditionellen „chorchos“, also Lupinen oder salzige Snacks, verteilt.
Die Bruderschaft in Pedro Abad zählt mehr als 200 Mitglieder und setzt ihre Aktivitäten bei den religiösen Feiern der Purificación de Ntra. Sra. (Candelaria) und des Corpus Christi fort.
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