Castilléjar: Badlands, Höhlen und Bewässerungswege

Die Badlands von Castilléjar entstanden im Verlauf der vergangenen 500.000 Jahre aus Böden eines ehemaligen Sees und bilden eine Landschaft aus Graten und tiefen Schluchten. Castilléjar weist ein ausgedehntes Badland-Gebiet auf. Im Badland-Gebiet liegt der Mirador de las Eras Altas, ein Aussichtspunkt, an dem sich Sterne, Planeten und andere Himmelskörper beobachten lassen. Die geologischen Formen und der Aussichtspunkt gehören damit zu den markanten Landschaftselementen des Ortes.

Natur und Wasser

Der Fluss Guardal bildet inmitten der trockenen Badlands eine Oase. An seinen Ufern stehen Pappelbestände, und Bewässerungsgräben säumen den Flusslauf. Entlang dieser Ufer kann man spazieren. Am Guardal liegen außerdem bekannte Staubecken, in denen Besucher baden können. So stehen am selben Flusslauf sowohl die von Bewässerungsgräben geprägten Ufer als auch die Staubecken und ihre Nutzung durch Besucher nebeneinander.

Wandern und Bewässerungsgeschichte

Die halbkreisförmige Route Acequias Históricas de Castilléjar ist etwas mehr als 14 Kilometer lang und weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf. Als Wanderweg ist sie auf der gesamten Strecke ausgeschildert und vom Andalusischen Bergverband homologiert. Die Kennzeichnung begleitet den vollständigen Verlauf der Route. Länge, Schwierigkeitsgrad und durchgehende Beschilderung gehören damit zu den festen Angaben dieser Wanderstrecke.

Informationstafeln mit QR-Codes erläutern auf den Acequias Históricas de Castilléjar den Ursprung der historischen Bewässerungsinfrastruktur. Weitere Inhalte widmen sich ihren traditionellen Nutzungen und ihrer heutigen Funktionsweise. Die Route enthält damit Erläuterungen zu Herkunft, früherer Verwendung und gegenwärtiger Aufgabe der Bewässerungsanlagen. Die Bewässerungswege werden dabei nicht nur als bauliche Infrastruktur sichtbar, sondern auch in ihrer zeitlichen Entwicklung und Nutzungsgeschichte erklärt.

Höhlen und traditionelles Handwerk

Die Cuevas de la Morería bestehen aus 13 Höhlen. Sie wurden auf zwei Ebenen in eine Felswand gegraben, oberhalb beziehungsweise am Steilhang zum Fluss Guardal. Beide Lageangaben gehören zur Beschreibung dieser Höhlenanlage. Die Zahl der Höhlen, ihre Anordnung auf zwei Ebenen und die Lage zur Felswand bestimmen gemeinsam das Bild der Anlage.

In Castilléjar wurde ein musealer Bereich aus den Überresten alter Höhlenhäuser und eines Wohnhauses geschaffen. In der Ortschaft Los Olivos ermöglichen Espartobecken und Gipsöfen Einblicke in die traditionelle Arbeit der Gipsbrenner und Espartoverarbeiter. Zu dieser Arbeit gehört auch die Herstellung von Gips. Damit stehen neben den Höhlenhäusern auch die überlieferten Arbeitsbereiche und die Herstellung von Gips im Zusammenhang mit der örtlichen Geschichte.

Weitere Orte zur Entdeckung sind Soportújar, Villamena, Cástaras, Cenes De La Vega, Cónchar, Cájar, Deifontes und Alfornón.

Geografische Einordnung und regionale Küche

Der wichtigste Straßenzugang nach Castilléjar erfolgt über die A-4200. Diese Straße verbindet Baza und Huéscar miteinander. Die Verbindung zwischen den beiden Orten ist Bestandteil der Beschreibung des Hauptzugangs nach Castilléjar. Die Straße ordnet Castilléjar damit in die Verbindung zwischen Baza und Huéscar ein.

Cordero Segureño ist eine kulinarische Spezialität dieses Gebiets. Das Fleisch ist in Metzgereien und Restaurants erhältlich. Die Spezialität gehört damit sowohl zum örtlichen Angebot von Metzgereien als auch zur regionalen Küche der Restaurants.

Feier und Weinverkostung

Im Rahmen einer Feier in Castilléjar findet ein Wettbewerb zur Verkostung lokaler Weine statt. Bei diesem Wettbewerb werden Weine aus der Region verkostet. Die Weinverkostung ist damit als Wettbewerb in das Festgeschehen von Castilléjar eingebunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Granada.

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