Cenes de la Vega: Goldgeschichte, Wege und Kulturerbe

File:Cenes de la Vega (Granada, España).jpg File:Cenes de la Vega (Granada, España).jpg Foto: Lopezsuarez via Wikimedia Commons, CC0

Cenes de la Vega ist Teil der Ruta de Münzer, auch Camino Real, die Almería über das Landesinnere mit Granada verband. Die historische Wegbeziehung gehört damit zur örtlichen Überlieferung und steht am Beginn der Verbindung von Kulturerbe, Goldgeschichte und Landschaft.

Kultur

Die Iglesia de la Virgen del Rosario ist eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Ihre Dachkonstruktion ist dem Mudéjar zuzuordnen, während der Turm dreigliedrig ausgeführt ist. Errichtet wurde die Kirche über einer älteren Einsiedelei, die San Bartolomé gewidmet war. Im Inneren befindet sich eine Schnitzfigur des Heiligen. So bewahrt das Gotteshaus sowohl die Erinnerung an die ältere Einsiedelei als auch die späteren baulichen Merkmale von Dach und Turm.

Im Hoyo de la Campana befinden sich die größten und deutlichsten Überreste intensiver römischer Goldgewinnung im Tal des Río Genil. Auch der Canal de los Franceses steht mit der Goldgewinnung in Verbindung: Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts von einer französischen Gesellschaft angelegt, um goldhaltige Sande des Cerro del Oro zu waschen. Der Ort und der Kanal führen damit zu zwei unterschiedlichen zeitlichen Ebenen der Goldgewinnung: zu den römischen Überresten und zu einem Wasserbauwerk aus dem späten 19. Jahrhundert.

Natur

Die Fuente de la Pita liegt auf einer Insel im Flussbett des Río Genil. Begrenzt wird sie vom Sendero Granada-Cenes-Pinos Genil. Bei der Anlage handelt es sich um ein restauriertes Wasserbauwerk, das zum Wandern und zur Erholung einlädt. Die Lage im Flussbett und die Begrenzung durch den genannten Sendero bestimmen dabei die genaue Einordnung der Anlage innerhalb des Flussraums.

Die Fuente de la Pita liegt in einer ruhigen Umgebung mit Wäldern aus Kiefern, Kastanien, Walnussbäumen und Obstbäumen. Aus dieser Umgebung bieten sich Ausblicke auf die Sierra Nevada. Neben den Nadelbäumen gehören somit auch Kastanien, Walnussbäume und Obstbäume zum beschriebenen Bewuchs rund um die restaurierte Anlage.

Der Canal de los Franceses ist etwa 16 Kilometer lang und verläuft durch das Tal des Río Aguas Blancas. Seine Strecke umfasst Tunnel-, Siphon- und offene Abschnitte. Die ungefähre Länge und die drei unterschiedlichen Abschnittsformen prägen den beschriebenen Verlauf des historischen Kanals. Am Ufer des Río Genil in Cenes de la Vega verläuft außerdem ein Weg, der täglich von Spaziergängern und Radfahrern genutzt wird.

Wandern

In Cenes de la Vega führen vier Wanderwege durch die Geschichte des Goldabbaus am Río Genil und verbinden das Wandern mit dem Naturerlebnis. Die vier Rundwege von Los Caminos del Oro beginnen am ehemaligen Apeadero del Tranvía de la Sierra. Ihre gemeinsame Anlage als Rundwege unterscheidet sie von einem einzelnen linearen Weg; als Ausgangspunkt ist dabei ausdrücklich der ehemalige Apeadero del Tranvía de la Sierra überliefert.

Derzeit sind die Wege von Los Caminos del Oro nicht physisch ausgeschildert. Die Streckenverläufe sind über Google My Maps und Wikiloc verfügbar. Der Aquaola Parque Acuático wurde 2022 dauerhaft geschlossen. Damit gehören die vier Wege, ihr ehemaliger Ausgangspunkt, die digitale Darstellung ihrer Strecken und der aktuelle Status des Wasserparks zu den örtlich unterschiedlichen Informationen rund um Bewegung und Aufenthalt.

Weitere direkt verknüpfte Orte: Fonelas, Monachil, Ferreira, Cáñar, Salar, Benalúa De Las Villas, Salobreña, Pulianas

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Granada.

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