Güevéjar: Geschichte, Landschaft und Kultur

File:Ayuntamiento de Güevéjar (Granada).jpg File:Ayuntamiento de Güevéjar (Granada).jpg Foto: Lopezsuarez via Wikimedia Commons, CC0

Güevéjar liegt in Andalusien, der autonomen Gemeinschaft im Süden Spaniens. Nur 9 km trennen den Ort von der Hauptstadt Granada, während sich Panoramablicke auf die Vega de Granada öffnen. Zwischen Güevéjar und Nívar liegt El Castillejo, eine geschützte archäologische Zone, die als Bien de Interés Cultural eingestuft ist.

Archäologie und Kultur

Die archäologische Fundstätte El Castillejo umfasst einen Siedlungsbereich, eine Nekropole und einen Lagerbereich. In Güevéjar dient die Casa de la Cultura als Zentrum für Aktivitäten und Workshops. Ebenso finden dort Vorträge und kommunale Veranstaltungen statt.

Die Sala de Exposiciones bietet Raum für Kunstausstellungen und Fotoausstellungen. Darüber hinaus finden dort Darstellungen der lokalen Kultur ihren Platz.

Damit stehen in Güevéjar unterschiedliche Formen der Orts- und Kulturgeschichte nebeneinander: El Castillejo bewahrt die Gliederung einer archäologischen Fundstätte, während Casa de la Cultura und Sala de Exposiciones für heutige kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden.

Landschaft

Güevéjar liegt am Westhang des Castillejo de Nívar. Der Castillejo de Nívar ist als Peñón de Bartolo bekannt. Zugleich bildet er den letzten Ausläufer der Sierra de la Yedra.

Güevéjar bietet Panoramablicke auf die Vega de Granada und liegt nur 9 km von der Hauptstadt entfernt.

Geschichte

Das Erdbeben von 1755 zerstörte Güevéjar beinahe vollständig. Am 25. Dezember 1884 brachte ein weiteres Erdbeben erneut Zerstörung über den Ort.

Der wiederaufgebaute Ortskern entstand nach zwei verheerenden Erdbeben. Eines ereignete sich in der Mitte des 18. Jahrhunderts, das andere im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.

Für die Neuanlage galten städtebauliche Prinzipien des 19. Jahrhunderts. Gerade Straßen bestimmen die Struktur. Die Kreuzungen stoßen senkrecht aufeinander und ordnen sich rund um die Plaza de la Constitución.

Diese Merkmale machen die Anlage des Ortskerns als Ergebnis des Wiederaufbaus lesbar: Gerade Straßen, rechtwinklige Kreuzungen und die Plaza de la Constitución gehören zu derselben städtebaulichen Ordnung.

Die Iglesia Parroquial de San Ildefonso y Santa Cristina wurde 1887 erbaut. Ihr Entwurf ist neugotisch-historistisch. Spitzbögen und eine Rosette gehören zu den Formen. Weitere Elemente sind Fialen und Strebepfeiler sowie ein stilisiertes Profil.

An der Iglesia Parroquial de San Ildefonso y Santa Cristina lassen sich Baujahr, Entwurf und einzelne Formen gemeinsam erfassen. Spitzbögen und Rosette stehen dabei neben Fialen und Strebepfeilern; das stilisierte Profil ergänzt die architektonische Gestaltung.

Wege und Feste

Der Camino de las Alquiferías ist eine der Wanderrouten von Güevéjar. Von dort bietet sich eine besonders schöne Aussicht auf die örtliche Landschaft. Durch Güevéjar führt außerdem die Ruta del Califato.

So erscheinen in Güevéjar zwei unterschiedlich benannte Wegebezüge: Der Camino de las Alquiferías ist als Wanderroute mit Aussicht auf die örtliche Landschaft genannt, während die Ruta del Califato durch den Ort führt.

Weitere Reiseziele finden Sie hier: Huéneja, Montejícar, Baúl, Alcudia De Guadix, Víznar, Galera, Durcal, Dólar.

Die Patronatsfeste von Güevéjar finden im Juni zu Ehren des Schutzpatrons San Juan Bautista statt. Im September wird die Schutzpatronin Virgen de las Angustias geehrt.

Damit gehören neben Archäologie, Landschaft und Ortsgeschichte auch zwei jährlich benannte Festtermine zum öffentlichen Leben von Güevéjar: der Juni mit San Juan Bautista und der September mit der Virgen de las Angustias.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Granada.

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