Aljaraque: Marschen, Wege und Kulturgeschichte
File:Marismas del Odiel, Aljaraque (Huelva).jpg
Foto: Alejandro Pereira via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
In Aljaraque liegt die Marisma de las Carboneras, eine geschützte Gezeitenmarsch im urbanen Umfeld von Corrales, Bellavista und Aljaraque; sie grenzt an das Paraje Natural Marismas del Odiel.
Natur
Ihre Landschaft weist typische Vegetation der mittleren Marsch, Gezeitenarme und Entwässerungsrinnen auf. Den größten Teil ihres Untergrunds bilden Schluff und Ton. In der Marisma de las Carboneras sind etwa 40 Vogel- und andere Wirbeltierarten nachgewiesen. Zu den bedrohten Arten zählen die Rothaubenkasarka, die Trauerseeschwalbe, die Weißkopf-Ruderente und der Fischadler.
Begehbar ist die Marsch über einen kommunalen erhöhten Holzsteg, der die Marschlandschaft überquert. Der Steg verbindet Corrales und Bellavista mit dem Bereich des ehemaligen Campingplatzes „Las Vegas“. Aljaraque verfügt außerdem über einen von zahlreichen Wegen und Pfaden durchzogenen Piniengürtel. Dieser führt in mediterranes Waldland mit Mastixsträuchern, Rosmarin und Zistrosen.
Wege
Die Vía Multimodal Marismas de Aljaraque ist als Radweg ausgewiesen. Auf ihr bewegen sich Radfahrer und Fußgänger gemeinsam; motorisierte Fahrzeuge sind dort verboten. Entwickelt wurde sie als alternative Verbindung zu den herkömmlichen Straßen zwischen den vier Siedlungskernen der Gemeinde. Als touristische Ressource wurde sie aufgewertet.
Die Vía Verde Tharsis-Odiel ist eine etwa 30 Kilometer lange, gemeindeübergreifende grüne Infrastruktur. Sie verbindet Huelva, Aljaraque und Gibraleón. Für die Öffentlichkeit ist sie zugänglich.
Die beiden Wegeverbindungen haben unterschiedliche räumliche Bezüge: Die Vía Multimodal bleibt innerhalb der Gemeinde und verknüpft die vier Siedlungskerne, während die Vía Verde gemeindeübergreifend Huelva, Aljaraque und Gibraleón miteinander verbindet. Ihre Nutzungsangaben sind ebenfalls klar benannt: Auf der Multimodalroute teilen sich Radfahrer und Fußgänger den Weg, motorisierte Fahrzeuge sind ausgeschlossen.
Kultur und Geschichte
Die Gezeitenmühle Molino mareal Las Cojillas in den Odiel-Marschen der Gemeinde Aljaraque wurde vor 1750 errichtet. Sie nutzte die Energie der Gezeiten für mechanische Arbeiten, insbesondere zum Mahlen von Getreide.
Das Casino Minero de Corrales nahm 1918 als Kultur- und Freizeitzentrum mit Bibliothek seinen Betrieb auf. Errichtet wurde es von der Cía. de Tharsis; es diente der Unterhaltung der Arbeiter des Unternehmens. Der Turm der Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios wurde 1757 von Joaquín Herrera nach einem Entwurf von Pedro de San Martín errichtet.
Ausgegrabene Strukturen in Aljaraque gehören zu einer großflächigen Siedlung. Sie weisen auf eine komplexe städtebauliche Organisation hin.
Feste
Die Romería de Corrales wird am ersten Maiwochenende in Corrales gefeiert, einem Ortsteil der Gemeinde Aljaraque. Das Fest findet zu Ehren von Nuestra Señora Reina del Mundo und San José Obrero statt. Als Fest von historischem, kulturellem und sozialem Wert ist die Romería anerkannt. Historische Informationen darüber sind für Besucher zugänglich.
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