El Cerro de Andévalo: Wallfahrt, Kultur und Wege

Die Romería de San Benito Abad findet jährlich statt, und zwar am ersten Maiwochenende beziehungsweise am ersten Sonntag im Mai. Sie gilt als älteste Wallfahrt der Provinz Huelva.

Während der Romería tanzen die Lanzaores am Heiligtum zum Klang von Tamburin und Dudelsack. Die Danza de las lanzas findet während der Albricias am Vormittag an der Iglesia de Nuestra Señora de Gracia und auf der Plaza de España statt. Während der Wallfahrt ist sie am Samstag, Sonntag und Montag an der Ermita de San Benito Abad und in deren Umgebung zu sehen. Während des Dulce gehört sie am Mittwoch und Donnerstag auf die Plaza de España und die Plaza del Cristo.

Die Danza de las lanzas umfasst drei Varianten: Misa, Procesión und El Poleo. El Poleo steht dabei für eine Aufführung, die gemischte Paare zusammen mit den Jagumeras gestalten.

Kultur

Die Iglesia de Santa María de Gracia in El Cerro de Andévalo ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Monument geschützt. Ihre Architektur verbindet manieristische Formen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit barocker Architektur aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

El Cerquillo ist eine Siedlung aus dem 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. In dieser Siedlung interagierten keltische und turdetanische Kulturen miteinander.

Das Museo Etnográfico de El Cerro de Andévalo ist donnerstags bis sonntags von 09:00 bis 14:00 Uhr sowie von 18:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Die Öffnungstage teilen sich dabei in zwei Zeitfenster: Auf den Vormittag folgt ein weiterer Zeitraum am Abend. Das Museum wurde im Juni 2003 eröffnet. Zur Eröffnung gehörte eine Ausstellung über alte Fliesen aus El Cerro de Andévalo.

Wege

Der Camino de El Cerro de Andévalo a San Benito ist 17,3 Kilometer lang. Sein Schwierigkeitsgrad reicht von moderat bis maximal. Die Gehzeit beträgt vier Stunden.

Seit 1667 wird der Camino genutzt, um die Ermita de San Benito zu erreichen. San Benito ist der Schutzpatron der Villa von El Cerro. Der Wallfahrtsweg verbindet die festgelegte Distanz und Gehzeit mit einer Nutzungsgeschichte, die bis 1667 in der Geschichte des Ortes zurückreicht.

Kulinarik

Zu den lokalen kulinarischen Traditionen gehören Schafskäse aus dem Andévalo und der frische Käse quesá. Der Schafskäse stammt aus dem Andévalo, während quesá als frischer Käse zu den genannten Spezialitäten gehört.

Die Verbena de San Bartolomé wird Ende August in El Cerro de Andévalo zu Ehren des heiligen Bartolomäus gefeiert.

Eine Konstruktion aus dem 18. Jahrhundert beherbergte einst eine Ölmühle. Daneben befand sich eine der Virgen de Andévalo geweihte Einsiedelei.

Weitere Orte in Andalusien sind Campofrío, La Nava, Linares De La Sierra, Zufre, Puerto Moral, Moguer, Almonte und Fuenteheridos.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huelva.

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