Fuenteheridos: Quellen, Feste und Kulturerbe

Fuenteheridos liegt im Zentrum des Naturparks Sierra de Aracena y los Picos de Aroche. Im Ortskern befindet sich die Fuente de los Doce Caños neben der Plaza del Coso. Die Quelle verfügt über zwölf Ausläufe und liefert täglich rund zwei Millionen Liter Wasser für die Versorgung des Ortes und die Bewässerung der Gärten. An der Fuente de los Doce Caños entspringt außerdem der Fluss Múrtiga.

Wasser und Wege

Der Paseo de los Poetas wurde als Ort zum Spazierengehen und Ausruhen gestaltet. Entlang des Weges sind restaurierte Bewässerungsgräben, Kaskaden und Teiche zu sehen. Die „lievas“ verteilen das Wasser der Fuente de los Doce Caños über El Ejido, La Canal und Navalonguilla.

Kultur und Ortsbild

Die Iglesia Parroquial del Espíritu Santo ist eine neoklassizistische Kirche aus dem 18. Jahrhundert und wurde nach dem Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 wiederaufgebaut. Fuenteheridos besitzt enge, gepflasterte Straßen und Häuser im volkstümlichen Stil. Sie bilden eine harmonische, geschlossene Gruppe, die als Kulturgut von kulturellem Interesse eingestuft ist.

Auf der Plaza del Coso steht die Cruz de mármol, ein monumentales Kreuz aus den bekannten Materialien der Steinbrüche von Fuenteheridos, das aus dem Mai 1792 stammt. Das Humilladero de la Verónica ist ein kleines, unter freiem Himmel gelegenes Oratorium vom Typ eines Humilladero; in einer kleinen Nische befindet sich eine Büste Christi.

Das Púlpito del Espíritu Santo ist ein der Heiligsten Dreifaltigkeit gewidmetes Votivtempelchen auf einem kleinen Platz neben der Fußfassade der Kirche. Seine Bauweise weist deutlich auf den Stil einer Freiluftkanzel hin. Im Museo del Léxico Serrano zeigt eine grafische Darstellung das Vokabular und die typischen Redewendungen der Sierra de Aracena y Picos de Aroche. Das Museum kann während der Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden. Im Museo de Fuenteheridos finden Wechselausstellungen, Konferenzen, Gespräche und Vorträge statt.

Feste und religiöse Bräuche

In Fuenteheridos wird die Feria de la Castaña seit 1983 ununterbrochen veranstaltet. Nach Abschluss der Kastanienernte umfasst sie Aktivitäten, Spiele und Verkostungen rund um die Kastanie.

Die Fiesta del chopo gehört zu den ältesten Feiern von Fuenteheridos und findet am Samstag nach Fronleichnam statt. Bei diesem Fest gehen die Teilnehmer zum Pappelhain am Ufer des Múrtigas, fällen die Pappel und tragen sie zu einem Platz vor der Pfarrkirche.

Die Romería de la Reina de los Ángeles umfasst traditionell eine Wallfahrt der Einwohner von Fuenteheridos zum Santuario de La Reina de los Ángeles. Bei dieser Romería wird der „Sin Pecado“ in einem von Ochsen gezogenen Wagen mitgeführt. Während der Prozession der Virgen de la Fuente hält das Bildnis an der Fuente de los Doce Caños, wo das Wasser gesegnet wird.

Im Rahmen der Quema de los Judas fertigen viele Familien in den Tagen zuvor Stoffpuppen an und stellen sie an Balkonen und Türen auf.

Natur und Ausflüge

Der Wanderweg Sendero Fuenteheridos–Galaroza–Castaño del Robledo wird wegen seiner Distanz als schwierig eingestuft. Die Villa Onuba ist ein ehemaliges Landhaus von Guillermo Sundheim, der die Entwicklung des Bergbaus in Huelva vorantrieb. Zu ihr gehört ein botanischer Garten mit jahrhundertealten Himalaya-Zedern, Libanon-Zedern und Riesenmammutbäumen.

Weitere Ziele: San Juan Del Puerto, La Nava, Valdelarco, Puebla De Guzmán, Puerto Moral, Minas De Riotinto, Hinojales, El Granado

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huelva.

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