Unterkünfte in Arroyomolinos de León zwischen Mühlenwegen und Sierra Morena
Wanderwege zwischen Tal und Naturpark
Im Nordosten des Parque Natural Sierra de Aracena y Picos de Aroche liegt in Arroyomolinos de León ein Wanderweg. Der Sendero del Bujo bietet einen weiten Blick über das Tal der Rivera de Montemayor. Naturpark und Talblick setzen dabei zwei unterschiedliche Landschaftsbezüge: Der Naturpark bezeichnet den übergeordneten Landschaftsraum, während der Blick die Rivera de Montemayor in den Mittelpunkt rückt. Für die Planung einer Wanderetappe sind damit sowohl der geschützte Naturraum als auch ein markantes Beobachtungsmotiv präsent.
Die kurze Ruta de los Molinos führt am Arroyo Abismo-Morena entlang. Traditionelle Familiengärten, mediterrane und bachbegleitende Vegetation sowie Überreste von Wassermühlen gehören zu ihrem Verlauf. Damit führt die Route an mehreren deutlich unterscheidbaren Landschaftselementen vorbei, die sich beim Gehen nacheinander betrachten lassen. Ihre kurze Ausdehnung bietet einen überschaubaren Rahmen für eine kompakte Etappe. Auf dieser Variante stehen der Arroyo Abismo-Morena, die Gärten, die Vegetation und die Mühlenreste im Verlauf gemeinsam nebeneinander.
Die lange Ruta de los Molinos wird von den Bächen Abismo-Morena und Valdelamadera geprägt; entlang der Wege verlaufen Bewässerungsgräben und Dämme. Für eine längere Gehstrecke gehören damit beide Bäche sowie die genannten Gräben und Dämme zum Verlauf. Die Route verbindet natürliche Wasserläufe mit sichtbaren baulichen Strukturen und setzt dadurch einen anderen Schwerpunkt als der Abschnitt an den Familiengärten und Mühlenresten.
Der Sendero Bonales beginnt an der Iglesia de Santiago el Mayor und führt über etwas mehr als sieben Kilometer durch den Naturpark. Die konkrete Längenangabe hilft bei der Einordnung einer Wanderung. Auch die sechste Etappe des GR-48 Sierra Morena beginnt in Arroyomolinos de León. Beim Sendero Bonales gehört die Angabe von etwas mehr als sieben Kilometern unmittelbar zur Planung der Strecke. Der Start an der Kirche verbindet den Weg zudem mit einem Bauwerk, das im Ortsbild als benannter Bezugspunkt erscheint.
Mühlen, Bauwerke und gelebte Tradition
Die Molino de Atanasio ist eine restaurierte ehemalige Wasserradmühle und dient als Interpretationszentrum. Ein weiterer konkreter Bezugspunkt ist die Puente de la Gitana, die als Ausgangspunkt der Ruta de los Molinos dient. Neben der Brücke gibt es einen Picknickplatz und eine kleine Wasserstelle, in der man sich während der Sommermonate abkühlen kann.
Die Iglesia de Santiago el Mayor wurde Ende des 13. Jahrhunderts erbaut und besitzt statt eines Turms einen Glockengiebel. Das heutige Gebäude der Ermita de Nuestra Señora de los Remedios könnte eine um 1700 erfolgte Rekonstruktion eines älteren Gebäudes sein; später wurde an der Chorseite ein Camarín angebaut. An der Ermita stehen damit eine mögliche Rekonstruktion um 1700 und der spätere Anbau an der Chorseite für zwei benannte Bauphasen.
Die Wallfahrt der Schutzpatronin findet am dritten Sonntag im Mai statt. Am Freitag gibt es eine Blumenopfergabe, und am Sonntag wird die geschmückte Kutsche nach La Mezquita geführt.
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