Paterna del Campo: Geschichte, Natur und Wege im Condado
In Paterna del Campo wurde die Iglesia de San Bartolomé nach der Eroberung Paternas durch Alfons X. auf einer früheren Moschee errichtet. Ihre Puerta del Perdón bewahrt sichtbares Mudéjar-Ziegelmauerwerk und besitzt Spitzbögen. Im Viertel Colina Verde leitete ein rekonstruiertes römisches Aquädukt Wasser von der Fuente del Alpízar nach Itálica.
Weitere Ziele: Veredas, Almonaster La Real, Calañas, Fuenteheridos, Minas De Riotinto, Almonte, La Nava und Campofrío.
Kultur und Geschichte
Die Fuente de los Frailes bei Tejada la Nueva umfasst die Überreste römischer Bäder, die mit einer gleichnamigen Quelle verbunden sind. Die Ermita de San Isidro stammt aus dem Jahr 1955 und gilt als Beispiel für die volkstümliche religiöse Architektur der Region; in ihrer Umgebung findet im Mai eine beliebte Romería statt.
Das Castillo del Alpízar ist eine antike Festung mit einem almohadischen Portal aus dem 11. Jahrhundert, quadratischem Grundriss, zentralem Waffenhof und vier Türmen. Eine Besichtigung im Inneren ist nicht möglich, zugänglich ist nur die Außenansicht.
La Fontanilla ist eine künstliche Quelle aus dem 11. Jahrhundert im almohadischen Stil und kann frei besichtigt werden; Besuche bei Tageslicht werden empfohlen. Zu ihr gehört ein Bewässerungssystem persischen Ursprungs namens qanát, das Wasser aus einem unterirdischen Brunnen leitet.
Die Semana Santa in Paterna del Campo gilt als eine der ältesten und etabliertesten Feierlichkeiten im Condado. Die Capilla de la Santísima Vera Cruz de Abajo stammt aus dem Jahr 1980, während ihre Fassade mit kunstvollen Fliesen verziert ist. Die Santísima Cruz de Abajo im Inneren besteht aus Zedernholz, ist mit Feingold vergoldet und polychrom gefasst; der Bildhauer José Oliva Castilla schuf sie 1956.
Der Lebensraum der Höhlen- und Felsüberhänge von Las Lapas de San Salvador reicht bis in die Vorgeschichte zurück. Die alten Kalköfen in der Sierra de Paterna del Campo stehen im Zusammenhang mit der Herstellung von Branntkalk und Mörtel, die Teil einer über den gesamten Mittelmeerraum verbreiteten jahrtausendealten Handwerkstradition war.
Feste und religiöse Traditionen
Die Romería de San Isidro Labrador findet in der Aldea de Tujena an dem Sonntag statt, der dem 15. Mai am nächsten liegt. Bei der Romería del Rocío bricht die Bruderschaft von Paterna am Donnerstag vor dem Pfingstmontag auf und übernachtet in El Cortijillo.
Bei der Fronleichnamsfeier in Paterna wird eine silberne Monstranz aus dem 18. Jahrhundert in der Prozession mitgeführt. Die Festividad del Carmen wird am 16. Juli gefeiert; ihre Prozession geht auf die Präsenz der Karmeliten in Paterna im 18. Jahrhundert zurück. Bei der Feier der Santa Cruz de la Victoria werden handgefertigte Papierblumen verwendet, die ältere einheimische Frauen das ganze Jahr über herstellen.
Natur
Das Feuchtgebiet Paraje de El Chorrito ist von Süßwasserquellen, dichter Vegetation und einer ausgeprägten landschaftlichen Schönheit geprägt. Es wird vom Río Corumbel durchquert und weist aufgrund der örtlichen Geologie kleine Höhlen auf.
Das Gebiet des Acebuchal del Alpízar ist größtenteils besonders geschützt und wird von einem gut erhaltenen Wildolivenwald beherrscht. Dort können unter anderem Ginsterkatzen, Iltisse, Wildkatzen, Turmfalken, Habichte und Schlangenadler beobachtet werden.
Las Lapas de San Salvador sind Höhlen- und Felsüberhänge in einer durch Erosion entstandenen, etwa 180 m hohen Felswand am linken Ufer des Río Corumbel.
Routen und aktive Erkundung
Im Gebiet des Arroyo de Tejada und des Río Corumbel gibt es Routen, die zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder mit Geländefahrzeugen zurückgelegt werden können. Die Strecke der Ruta BTT Gran Premio Villa de Paterna beginnt in der Calle Ramón Carande und ist 88,8 km lang.
Die Ruta Paterna del Campo a Berrocal ist 32 km lang und führt von Paterna in Richtung Berrocal. Sie führt vom Condado in die jahrtausendealte Geschichte der Berge des Bergbaubeckens, die zum geschützten Landschaftsraum des Río Tinto gehören.
Die Route durch das Waldgebiet La Pata del Caballo beginnt in der Campiña de Tejada bei Paterna. Sie führt durch Olivenhaine und über Forstwege zu Aussichtspunkten bei der Casa de los Carneros und dem Torre del Cejo.
Die Wanderroute von der Aldea de Tujena zu den alten Kalköfen beginnt in Tujena und führt zu historischen Kalköfen in der umliegenden Serranía. Für diese Route ist die Begleitung durch eine ortskundige Person erforderlich.
Die Vía Verde río Tinto verläuft auf der aufgegebenen ehemaligen Eisenbahnstrecke zwischen Huelva und den Minen von Río Tinto. Die Ruta Algarviana verläuft in Ost-West-Richtung durch Paterna del Campo und gehört zu einer Strecke, die unter anderem Sevilla und Huelva umfasst.
Das BTT-Event Ruta BTT Gran Premio Villa de Paterna findet im Oktober statt. Eine etwa 11 km lange Wanderroute zwischen Villalba del Alcor und Paterna del Campo verbindet Natur und historisches Erbe.
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