Niebla: Mauern, Castillo und Wege am Río Tinto
Kultur und Geschichte
In Niebla wurden das historische Zentrum und die Mauern 1982 zum historisch-künstlerischen Monumentalkomplex erklärt.
Das Castillo de Niebla, auch Castillo de los Guzmanes genannt, hat römische Ursprünge, bewahrt Elemente des ehemaligen arabischen Alcázars und besitzt in seiner heutigen Anlage eine auf das 15. Jahrhundert datierte Grundform.
Die Iglesia de Santa María de la Granada vereint eine arabische Moschee und eine gotisch-mudéjare Kirche; zu ihren erhaltenen Bestandteilen zählen zahlreiche originale islamische Elemente aus dem späten 10. oder 11. Jahrhundert.
In derselben Kirche sind außerdem westgotische bischöfliche Zeugnisse und römische Säulen bewahrt.
Die Puente Romano de Niebla liegt am Ortseingang über dem Río Tinto und besitzt in ihrem östlichen Abschnitt vollständig erhaltene römische Bauelemente.
Die römische Brücke steht auf den Fundamenten einer älteren Brücke, die Teil des Antoninischen Itinerars nach Itálica und Hispalis war.
Die Barbacana del Castillo de Niebla ist als Bien de Interés Cultural geschützt.
Ihre Restaurierung zielte darauf, das Profil und die Silhouette der Festung sowie ihre Beziehung zur ummauerten Stadt wiederherzustellen.
Durch Restaurierungsmaßnahmen wurde außerdem der historische Zugang zur Festung von Niebla durch die Puerta del Grillo wiederhergestellt.
Im Zuge dieser Maßnahmen entstand erneut ein Rundgang entlang der oberen Wehrgänge der Festung.
Der Rundgang der Stadtmauer ist ein touristischer Weg, der den Zugang zum befestigten Bezirk von Niebla ermöglicht.
Die Murallas de Niebla sind als Bien de Interés Cultural geschützt, haben vor-römische Ursprünge und weisen römische sowie islamische Spuren auf.
Zu ihrer Anlage gehören 46 quadratische Türme, zwei achteckige Türme und mehrere Zugangstore.
Die Puerta del Agua ist eines der monumentalen Tore der spätmittelalterlichen Stadtmauer von Niebla.
Die Iglesia de San Martín wurde auf einem Ort errichtet, der zuvor als Moschee und Synagoge diente; erhalten sind ein Apsisbau aus dem 15. Jahrhundert und ein Portal am westlichen Ende der Kirche.
Im Museumsraum des ehemaligen Hospitals Nuestra Señora de los Ángeles, einem Gebäude des 16. Jahrhunderts und heutigen Casa de Cultura, werden einige der zahlreichen Überreste aus Niebla ausgestellt.
Wege und Landschaft
Die Puerta Verde San Juan-Niebla ist eine 16 Kilometer lange, lineare Route mit geringem Schwierigkeitsgrad, die Niebla und San Juan del Puerto verbindet.
Entlang der Strecke gibt es Rastplätze sowie Abschnitte, die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität angepasst wurden.
Die Route verläuft größtenteils am Río Tinto entlang und bietet Möglichkeiten zum Radfahren, zur Naturbeobachtung und zum Wandern sowie archäologische Sehenswürdigkeiten.
Ein kurzer Wanderweg führt zum kupferzeitlichen Megalithkomplex in der Mesa de las Huecas, der aus drei Dolmen besteht.
Niebla liegt an der Ruta al-Mutamid und bewahrt Gebäude mit arabisch geprägter Architektur.
Feste
Die Feria de Tosantos findet am ersten Novemberwochenende statt und umfasst eine Pferdeviehmesse, auf der traditionell mit Pferden gehandelt wird, sowie die Handels- und Ausstellungsmesse Exponiebla mit Produkten aus der Region.
Im September finden in Niebla während der Patronatsfeste zu Ehren der Virgen del Pino die Capeas statt.
Weitere Reiseziele: San Silvestre De Guzmán, Linares De La Sierra, Cumbres De San Bartolomé, La Nava, Punta Umbría, Cartaya, Las Delgadas, Santa Olalla del Cala.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huelva.
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