Alcalá La Real: Festung, Feste und Wege
Die Fortaleza de la Mota ist als Bien de Interés Cultural eingestuft und bewahrt die ursprüngliche Struktur der almohadischen Mauer sowie den städtebaulichen Grundriss der Renaissance.
Geschichte
Die Festungsanlage bildet den Grundriss einer islamischen Stadt nach und ist in drei befestigte Bereiche gegliedert: Madina, Alcázar und Arrabal. Unter der Fortaleza de la Mota verlaufen Belagerungsgalerien, die den Arrabal mit der Madina verbinden und sich über mehr als 120 Meter Tunnel mit einem Gefälle von 40 Prozent erstrecken.
Feste und religiöse Kultur
Etnosur ist ein kostenloses multidisziplinäres Festival und findet seit 1997 am dritten Juliwochenende in Alcalá la Real statt. Es verbindet Musik mit Zirkus, Workshops, Geschichtenerzählen, Straßenaktivitäten, Kunsthandwerk und Essen und erstreckt sich über ganz Alcalá la Real.
Die Semana Santa in Alcalá la Real ist als Fiesta de Interés Turístico Nacional anerkannt und zeichnet sich durch mimische Darstellungen sowie theatralisierte Ausrufe aus, die ihren Ursprung in den barocken Autos sacramentales haben. Die Casa-Hermandad del Ecce Homo y Jesús en la Columna beherbergt eine Ausstellung mit bekleideten und maskierten Figuren, einem Familienaltar sowie Fotografien zur Semana Santa von Alcalá la Real.
Stadt und Museen
Die Route durch die Altstadt folgt dem Llanillo vom Paseo de los Álamos zum Compás de Consolación und führt an San Antón sowie dem ehemaligen Convento de Capuchinos vorbei. Das Palacete de la Hilandera ist ein Ende des 19. Jahrhunderts errichtetes Haus und eines der besten Beispiele des Modernismo in der Comarca.
Das Museo de la Regiliosidad befindet sich in der Iglesia de San Juan und zeigt Ausstellungen zur lokalen Volksreligiosität, darunter Rostrillos zur Darstellung biblischer Figuren während der Semana Santa von Alcalá la Real. Im Yacimiento Domus Herculana befinden sich die bedeutendsten römischen archäologischen Überreste der Stadt Alcalá la Real. Bei Ausgrabungen dort wurden ein Faunkopf und ein Hochrelief des Herkules mit einem Hund gefunden; beide sind im Museo de Palacio Abacial zu sehen.
Die Eingangsgärten des Convento de la Trinidad bewahren Überreste einer Maqbara, eines ehemaligen muslimischen Friedhofs. Am Standort der früheren Kirche und des 1475 gegründeten Convento de la Trinidad wurde ein Mehrzweckgebäude rekonstruiert, das als Ausstellungs- und Gastronomiezentrum vorgesehen ist. Die Jardines de la Trinidad bewahren Zypressen und Buchsbaum sowie einen Brunnen und Überreste von Pergolen, Quellen, Treppen und Balustraden.
Weitere direkte Zielorte: Charilla.
Natur und Wege
Alcalá la Real bietet Zugang zu zwei Etappen des Camino Mozárabe de Santiago und dient Pilgern aus Granada als Etappenendpunkt sowie als Startpunkt der Strecke durch die Provinz Jaén. Der homologierte Wanderweg am Río Velillos verläuft am Fluss entlang durch eine von Trockenfeldbau geprägte Landschaft der Gemeinde.
Das Centro de Rescate de Anfibios y Reptiles vermittelt Wissen über heimische und invasive Arten und beteiligt sich an der Rettung bedrohter einheimischer Populationen sowie exotischer Tiere aus dem Heimtierhandel. Die homologierte Route der Zumaques führt zu den beeindruckenden Felseinschnitten "Los Tajos", unter denen sich natürliche Vegetation als Rest der mediterranen Wälder Südspaniens erhalten hat.
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