Hinojares: Kirche, Höhlenhäuser und Landschaft entdecken
Weiße Häuser und San Marcos
Weiße, traditionell gestaltete Häuser mit Satteldächern aus arabischen Ziegeln prägen den Ortskern von Hinojares. Dazu kommt die Pfarrkirche San Marcos, die Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Im Inneren befindet sich ein Retabel mit Ursprung in der Renaissance. Ortsbild und Kirchenkunst eröffnen damit zwei unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes: draußen die charakteristische Bauform, drinnen ein konkretes Zeugnis älterer Kunsttradition.
Höhlenhäuser mit besonderem Zugang
Ein prägendes Merkmal von Hinojares sind die Höhlenhäuser, denen ein hoher ethnologischer Wert zugeschrieben wird. Für ihren Besuch ist es erforderlich, in einem der Häuser zu übernachten oder die jeweiligen Eigentümer zu kontaktieren. Wer diesen Teil des Ortes einplanen möchte, sollte die besondere Zugangssituation daher direkt mit dem Aufenthalt verbinden.
Anreise und Wegorientierung
Hinojares ist über die autonomische Straße A-315 Torreperogil–Baza erreichbar. Zwischen Huesa und Pozo Alcón zweigt man auf die Straße JA-8200 ab. Auch der Einstieg in die Vereda de Arroyo Molinos al Cerrillo–Cordel Romeral liegt im Bereich von Hinojares klar beschrieben: Er befindet sich am Eingang eines von der JV-3266 abzweigenden Weges, rechts in Fahrtrichtung Huesa. Diese Straßen- und Wegebezüge helfen dabei, Ortsbesuch und Wanderorientierung gedanklich auseinanderzuhalten.
Fels, Wasser und Erdgeschichte
Die Landschaft rund um Hinojares zeigt sich an mehreren markanten Punkten. Die Cascada de la Vinatera entsteht nur vorübergehend in Zeiten ergiebiger Regenfälle. Die Piedra del Reloj ist eine senkrechte Felsformation mit drei stufenartigen Absätzen; ihr Schatten zeigt die Tageszeit an. Am Arroyo Turrillas tritt bei Hinojares außerdem eine mächtige Einheit aus Konglomeraten, Schluffen und Tonen mit Karbonaten kontinentalen Ursprungs zutage, die einen spektakulären Schichtenfächer bildet. Der offizielle Ursprung des Turrillas-Bachs liegt in Siete Fuentes am oberen Rand des Weilers Cuenca.
Traditionen im Jahreslauf
Zu den kulturellen Besonderheiten gehört die Candelaria, die im Februar mit dem Entzünden von Freudenfeuern beim Läuten für die Verstorbenen beginnt. „Los bordos“ ist eine alte Karnevalstradition von Hinojares, bei der Anea-Schilf geflochten wurde, aus dem Sitzflächen von Stühlen hergestellt wurden. Darüber hinaus werden in Hinojares traditionell Feuer entzündet, an denen gesungen, getanzt, gegessen und getrunken wird. Die Bräuche verbinden Erinnern, Handwerk und gemeinsames Feiern in unterschiedlichen Formen.
Salz, Aktivtourismus und iberische Geschichte
An den Salinen von Hinojares kann die Gewinnung von Quellensalz beobachtet werden. Für Aktiv-, Sport- und Abenteuertourismus steht Guadiana Menor Turismo, ein in Hinojares ansässiges Unternehmen. In der näheren Umgebung liegt Los Castellones de Ceal, eine der bedeutendsten iberischen Siedlungen. Zusammen mit den Salinen entsteht so ein Besuchsbild, das Naturvorgänge, heutige Aktivangebote und ältere Siedlungsgeschichte an konkreten Orten miteinander verbindet.
Weitere Ziele auf dieser Navigationsebene sind Mancha Real, Arbuniel, La Carolina, Martos, La Iruela, Torres De Albánchez, La Guardia de Jaén und Torre Del Campo.
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