Peal de Becerro: Türme, Traditionen und Landschaft am Guadalquivir
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Foto: Falk2 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Türme und sakrale Architektur
Peal de Becerro verbindet markante Bauwerke mit lokalen Fest- und Essensbräuchen sowie einer Flussroute. Der Torre del Reloj wurde Ende des 14. Jahrhunderts errichtet und ist etwa zwölf Meter hoch. 1985 wurde er zum Bien de Interés Cultural erklärt. Seine Zinnen sind erhalten, im Inneren ist er auf vier Ebenen angelegt. Der Torre Mocha misst etwa sieben Meter pro Seite.
Die Iglesia de la Encarnación besitzt einen rechteckigen Grundriss mit sägezahnartigen Brüchen an den Seiten. Dort befinden sich ikonografisch gestaltete Glasfenster mit menschlichen Figuren und Heiligen. Die Kirche wurde 1969 auf dem Gelände des verschwundenen Vorgängerbaus errichtet.
Wasser und archäologische Spuren
Zur Wassergeschichte gehört die Fuente de San Isidro, die im Volksmund den Namen „Fuente de los cinco caños“ trägt. Sie wurde 1850 errichtet und war bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der einzige öffentliche Trinkwasser-Versorgungspunkt dieser Ortschaft. 1982 wurden ihre Überreste im Zentrum des Platzes neben dem Pfeiler aufgestellt; dort bilden sie ein architektonisches Ensemble von bedeutendem wasserbaulichem Wert.
Das Centro de Interpretación befindet sich in der C Josefa Santa María 4. Es bietet audiovisuelle Materialien und eine geführte Besichtigung zur Kultur, die vor Jahrtausenden in dieser Gegend bestand. Für geführte Ausflüge gibt es in Peal de Becerro außerdem einen Reservierungsservice.
Im Gemeindezusammenhang von Peal de Becerro sind die Salinas del Marqués stillgelegt, aber noch intakt. Sie bewahren dasselbe traditionelle Produktionssystem wie die Salinen früherer Zeiten. Die Cámara Sepulcral de Toya ist eines der wenigen Denkmäler, die so besichtigt werden können, wie sie vor etwa 2.400 Jahren hinterlassen wurden. Archäologische Arbeiten am Hipogeo del Cerrillo de la Compañía haben einen iberischen Grabhügel freigelegt, der in das 6. Jahrhundert v. Chr. datiert wird.
Traditionen und Küche
Zur Candelaria-Tradition von Peal de Becerro gehören verzierte Teigfiguren namens „pajaritas“. Sie erinnern an die Turteltauben, die Maria im Tempel darbrachte. Auch bei der lokalen Bezeichnung eines Gerichts zeigt sich die Eigenart des Ortes: Was andernorts andrajos, harapos, guiñapos oder calandrajos heißt, trägt in Peal de Becerro den Namen „talarines“.
Die Pilgerfahrt zu San Marcos in Toya findet am letzten Sonntag im April statt. Dabei wird das Bildnis des Heiligen als Symbol der Reinigung für Felder und Vieh in den Fluss getaucht. Gachamiga wurde den Menschen, die an dieser Pilgerfahrt teilnahmen, traditionell als gemeinschaftliches Festessen gereicht.
Flussroute und bolo andaluz
Für Bewegung führt eine etwa 21 Kilometer lange, für Wanderungen und Fahrradtouren geeignete Route durch das Paraje Natural Alto Guadalquivir y Puente de la Cerrada. Sie folgt dem Flussabschnitt durch Peal de Becerro. Die ungefähre Streckenlänge bietet einen klaren Rahmen für die Planung einer Wander- oder Fahrradtour. In der kommunalen Bolera werden Wettbewerbe im bolo andaluz ausgetragen.
Weitere andalusische Ziele für die Reiseplanung: Cuevas De Ambrosio, Mengibar, Orcera, Pegalajar, Begíjar, Úbeda, Jaén und Virgen De La Cabeza.
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